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„Meine Ehre!“ ſagte der Sohn mit brutalem Stolze, indem er ſich hochmüthig in die Bruſt warf und die rechte Hand ſchauſpielermäßig auf ſein Herz legte.
„Das Wort gab Dir Gott ein!“ rief der Baron. Das iſt die einzige Stelle, an der ich zugänglich bin. Wieviel brauchſt Du— ich ſage abſichtlich du— — denn mit einem Anderen, mag er ſein, wer er will, laſſe ich mich nicht ein.“
„Ich bürge für meinen Freund— Alfred, Baron Brandau bürgt für den Grafen Zarretta— iſt Dir Das nicht genug?“
Der auf dieſe Weiſe durch ein dem Sohne bekann⸗ tes Manöver, das ſeine ſchwache Seite traf, be⸗ wältigte und gewiſſermaßen in den geſchickt aus⸗ geworfenen Netzen eines unerſchrockenen Meiſters gefangene Baron beſann ſich eine Weile, dann ſagte er noch einmal:„Wieviel brauchſt Du, frage ich?“
„10,000 Thaler, mein Vater!“
Kaum war das Wort aus dem Munde des Sohnes, ſo fuhr der alte Vater wie von einer Natter geſtochem in die Höhe. Sein Auge blitzte von un⸗ heimlichen, ſchon zu lange zurückgehaltenem Zorne und ſeine Fäuſte ballten ſich krampfhaft.
„Sage mir— als Ehrenmann frage ich den


