ſittlichen Intereſſen und höheren Sen aufgaben zu beſchäftigen, war es allein die Gier nach Geld gewe⸗ ſen, was dieſe gefühlloſe Seele mit Fähigkeiten, Schlauheit und nagenden Wünſchen erfüllt hatte.
Die Geſtalt, auf der dieſes ſo eben geſchilderte Geſicht ſaß, entſprach dieſem Geſichte vollkommen. Sie war hager, trocken und bewegte ſich in ſchlangen⸗ artigen Windungen vorwärts. Gekleidet war der junge Baron ſauber, wie ein feiner Mann, der in der vornehmen Welt zu Hauſe iſt, aber nicht mit je⸗ ner geſuchten Eleganz, welche einem Stutzer oder auch nur dem von Natur ſich gern gefällig darſtellenden Menſchen eigen iſt. Eine gewiſſe Nachläſſigkeit, ein Sichgehenlaſſen oder vielmehr ein deutlich hervortre⸗ tendes Ignoriren aller äußeren Verhältniſſe ſprach ſich darin aus, man ſah dieſer Kleidung auf den erſten Blick an, daß ihrem Beſitzer weniger an der Untadel⸗ haftigkeit ſeiner äußeren Erſcheinung gelegen war, als vielmehr, daß die Seele dieſes Mannes mehr eine innere, auf einen einzigen Punkt gerichtete Thätig⸗ keit bewegte, daß ſie mehr an ſich, als an Andere dachte, und daß die ganze große, weite Welt nicht im Entfernteſten der kleinen gekünſtelten Welt glich, die ſich in ſeinem beſchränkten Kopfe und in ſeinem froſtigen Herzen gebildet hatte.
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