Teil eines Werkes 
1. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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dann, ohne irgend Jemand anzuſchauen, mit kalter Stimme die Worte ſprach:Iſt mein Vater noch munter? da ſahen ſich Alle unter einander be⸗ troffen und fröſtelnd an. Am meiſten aber ſchienen die alte Hanne und Friedrich von dieſem überraſchen⸗ den Beſuch verſtört zu ſein, denn ſie kannten Junker Alfred genau und von ihnen erſt hatten die jüngeren Diener im Laufe der Jahre die nähere Schilderung der Söhne ihres Herrn erfahren.

Kommen wir jetzt endlich auf ſeine äußere Er⸗ ſcheinung zurück. Baron Alfred war ein Mann von etwa neun und zwanzig Jahren, aber er ſah wegen ſeiner ſteifen Haltung und ſeines kalten und finſteren Weſens ungleich älter aus. Er war kleiner als ſein Vater, von dunklen Haaren und etwas gelblich blei⸗ chem Geſichte, welches alle Härten ſeines Erzeugers trug, ohne die Milde zu zeigen, die dieſem das Alter

und manche kummervolle Erfahrung aufgedrückt hatte. Um Mund und Kinn trug er einen kurz geſchnittenen dunkelen Bart, der an ſeinen äußerſten Enden etwas ins Röthliche ſpielte; ſeine mageren und gleichſam von einem unſichtbaren Fieber abgehärmten Wangen waren eingefallen und zeigten, namentlich um die Schläfe, jene Vertiefungen, die entweder die Wirkung eines ungebändigten Lebens, oder die Zeugen eines