Teil eines Werkes 
1. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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Sie viel mehr um die gute Verwaltung ihres Ver⸗ mögens als um das Wohlbefinden ihrer Perſon be⸗ ſorgt. Sie wird Ihnen keine Sorge machen, im Gegentheil, nur Freude, denn was ich an ihr während Ihrer Abweſenheit entdeckt habe, macht ſie der höchſten Liebe und Verehrung auch von Ihrer Seite würdig, die man nur für eine ſo junge und ſchwer geprüfte Dame hegen kann.

Was ſagt Ihr da, Doktor, Ihr irrt Euch doch nicht?

Ich irre mich nicht, nein, nicht im Geringſten. Sie haben Fräulein von Steinach nur unter dem Ein⸗ druck der erſten Einwirkung eines fremden Aufenthalts geſehen, weinend und klagend, daß ſie ihre Heimat, das Krankenhaus, ihre Freunde und Lehrer, und das Grab ihrer Mutter hat verlaſſen müſſen. Ihr Geſicht war von Thränen geſchwollen und ihr Herz von Weh⸗ muth und Kummer bewegt. Wenn Sie ſie aber jetzt ſehen, werden Sie von ihrer Schönheit und Lieblich⸗ keit eben ſo überraſcht werden wie von ihrer geiſtigen Geſundheit und Bildung. Denn man hat ſie in dem Irrenhauſe erzogen und unterrichtet, wie es einer Tochter aus edler Familie geziemt, und die guten Lehren wohlwollender Menſchenfreunde ſind auf einen fruchtbaren Boden gefallen. Wenn die junge Baro⸗