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neß aus einer der erſten Penſionen des Landes ge⸗ kommen wäre, ſie könnte nicht mehr gelernt haben und beſſer unterwieſen ſein, als ſie es jetzt iſt.“ „Ja, ja, Doktor, Das mag Alles ſein,“ unterbrach der Baron ungeduldig den Sprecher, der zu voll von ſeinem Gegenſtande war, um mit ſeinem Lobe ſchnell zu Ende kommen zu können,„aber es klebt ihr doch immer etwas von ihrem Umgange mit dieſen Ver⸗ rückten und Kranken an, meint Ihr nicht auch?“ „Ja, Das wollt' ich eben bemerken, es klebt ihr ſehr viel davon an. Sie lebt und webt in dem koſt⸗ baren Gefühl, einem Unglücklichen zu helfen, einen Kranken zu heilen, einen Leidenden zu tröſten, denn ſie, in Unglück geboren, erzogen und groß geworden, hat das Unglück lieb gewonnen. Alles was Schmerz und Kummer auf Erden hat,“— und der Doktor betonte dieſe Worte ſtark—„hat Anſpruch auf ihre Liebe und Zuneigung, und ſie hat von der Natur einen ſo merkwürdigen Scharfblick empfangen, den jahrelange Uebung und Anwendung noch mehr ge⸗ ſchärft haben, daß ſie im Stande iſt, den verborgenen Kummer, den die Menſchen nur im Herzen, nicht auf den Lippen tragen, zu erkennen und daraus auf die Hülfsbedürftigkeit dieſer Menſchen zu ſchließen, ſie alſo zu lieben und zu tröſten, denn lieben und tröſten


