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„O, an der Sache iſt nicht gar viel. Es mag wohl ſo etwas fürſtliches Blut mit untergelaufen ſein, aber ich ſelbſt habe nie Werth darauf gelegt.“
„Ach, ſo iſt es! Dann kann ſich aber Ihr Herr Sohn doch nicht damit brüſten, meine ich.“
„O, womit brüſtet ſich die junge Welt nicht gern! Das iſt Eitelkeit, allerdings, allein das iſt ein Uebel, welches mit jedem ablaufendem Jahre ſchwächer wird, und ſo kann man es ſich ſchon gefallen laſſen.“
Der Arzt ſtand auf und ſchritt nachdenklich durch's Zimmer. Offenbar ſann er über die beſte Art nach, eine Brücke nach einer Frage zu ſchlagen, die ihm ſchon lange auf dem Herzen lag. Aber der Baron kam ihm mit etwas Anderem zuvor.„Nun habe ich Euch meine ganze Reiſe erzählt,“ ſagte er,„nun er⸗ zählt Ihr mir, was in meiner Abweſenheit hier vor⸗ gefallen iſt. Da fällt mir vor allen Dingen das arme Kind, meine Nichte, ein; ich habe unterwegs oft an ſie gedacht. Ach, das iſt eine neue Sorge für mein Haus, Doktor, auf die ich nicht vorbereitet war.“
„Eine Sorge?“ rief der alte Millinger mit ſelten bei ihm geſehener Erregung,„eine Sorge, Herr Ba⸗ ron? Wie meinen Sie Das?“
„Sachte, ſachte, Doktor, Ihr ſtrengt Euch zu ſehr an— ich höre noch vortrefflich. Glaubt Ihr, daß es


