Teil eines Werkes 
1. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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ſchlägt mir das Herz, als thäte ich den erſten Blick in das ganze Elend. Armer Baron! Armes Mäd⸗ chen! Ja, allerdings, es wird für Beide, für uns Alle vielleicht bald etwas Neues geben. Es war ſo ruhig hier, ſo gemüthlich, ſo ſtill— nun tritt eine neue Perſon auf den Schauplatz, und was ſie brin⸗ gen wird, wiſſen wir nicht. O, das Neue iſt ſelten etwas Gutes, und die Menſchen haben wohl Recht, die, wie der Baron, nur am Alten feſthalten und alle Neuigkeiten der Welt in weite Ferne wünſchen.— Doch halt, alter Knabe! Dir geht es beinahe eben ſo wie dem kopfſchüttelnden Friebrich und Du mußt Dir wie ihm ſagen: keine Sorge ohne Noth! Ja, ſo wollen wir es machen; verzweifeln wir nicht vor der Zeit. Vielleicht geht es beſſer als man denkt. Es wohnt ein Gott über den Sternen, der die Schick⸗ ſale der Familien und Menſchen regiert, und dieſe hier haben des Unheils genug gehabt, er könnte ſie einmal mit Ruhe und Frieden begnadigen. Doch alt,— da geht die Thüre drüben auf— die Alte ommt.“

Wie er geſagt, ſo geſchah es. Ein etwas ſchlep⸗ ender Gang und ein rauſchendes Gewand machte ich vom Flur her bemerklich und eine nicht allzu be⸗ hende Hand legte ſich ſchwer auf das Thürſchloß. Gleich