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darauf trat die erſte Leiterin des ganzen Hausweſens des Barons, die Schaffnerin, ein und ſtellte ſich als eine betagte, etwas ſteife, aber ſehr ſtattliche Dame von höchſt vollkommenen Verhältniſſen dar. In ein ſchwarzſeidenes Kleid, beinahe bis zum Kinn hinauf reichend, gekleidet und das graue geſcheitelte Haar mit einer Haube geſchmückt, die an Einfachheit mit der einer Nonne, aber an blendender Weiße mit der Farbe des Schnee's wetteifern konnte— ſo tritt ſie heute wie immer vor unſer Auge. Gewöhnlich war dieſe gute Frau, von Jedermann im Hauſe ſchlecht⸗ weg die alte Hanne genannt, ſehr ruhig und würde⸗ voll in ihrem Gange, in ihren Bewegungen, ihren Worten, heute aber ſchien ſie ungewöhnlich aufgeregt, ſie ging, ſprach und bewegte ſich ſchneller und ihr ſonſt beinahe aſchfarbiges und gefaltetes Geſicht heute einen auffallend roſigen Anſtrich, der ſich von ihren Wangen ſogar bis auf ihre Naſenſpitze fort⸗ ſetzte. N „Ah, da ſind Sie, Herr Doktor, lieber Doktor!l ſagte ſie raſch.„Gut, gut, daß Sie da ſind! 6 wiſſen es ſchon— das Kind iſt da?“ „Ja, ich weiß, daß das Fräulein gekomm Wohl, wohl!— Nun, wie ſteht es, wie ſi aus?“


