Teil eines Werkes 
1. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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Der Doktor hob lächelnd den rechten Zeigeſinger in die Höhe und verſetzte, ſcherzhaft drohend:Ja, ja, Frau Fiſcher, gewiß! Das gute Wetter iſt es gewe⸗ ſen. Meine Tropfen haben Euch nichts geholfen, gar nichts. Dann brauche ich heute wohl nichts zu ver⸗ ordnen, wie? 1

Danke, danke für heute ich habe noch Tropfen genug. Sie ſchmecken zwar bitter, aber ſie haben doch gut geholfen. O gewiß! Darf ich heute Abend ein Stückchen von einer Rehkeule eſſen, die mir Frau Tellkamp auf Befehl des gnädigen Herrn geſchickt hat? 5

Eine Rehkeule? Hm! Ein Stückchen meinet⸗ wegen! Aber nur ſo groß! Adieu!

So groß! machte die alte Frau lachend hin⸗ ter dem Doktor her, indem ſie das von ihm ange⸗ deutete Maaß wenigſtens um das Zehnfache vergrößerte, und ſchloß dann raſch das Fenſter. Aber da drehte ſich der Doktor noch einmal auf ſeinem Pferde herum,

hielt es an und rief zurück:Wartet, wartet, ich habe

es wohl geſehen nun, es fällt allein auf Euren Kopf. Noch Eins, Frau Fiſcher, iſt nichts Neues paſſirt auf dem Hofe? 8

Ei, ja, Herr Doktor beinahe hätt ich's ver⸗

geſſen. Ein Wagen iſt gekommen mit zwei Damen,