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dorf etwas umſtändlicher, denn er wird uns durch die ganze hier vorliegende Erzählung als eine bedeutende Perſon begleiten, und er iſt es ſogar ſelbſt, dem wir einen Theil des Materials derſelben verdanken. Doktor Millinger iſt ein unterrichteter und denkender Arzt, der ſeine Theorien vereinfacht und in eine vernünf⸗ tige, nicht zu viel und nicht zu wenig handelnde Praxis umgewandelt hat. Seinem Berufe mit Leib und Seele ergeben, weiß er von keiner Müdigkeit, wenn es irgend wo Hülfe zu bringen gilt, und ſo giebt es kein Kind, keinen Bettler in der Umgegend, die ihn nicht kennen und ohne einen freudigen Gruß an ihm vorübergehen, wenn ſie ihm zufällig auf ſeinen Be⸗ rufswegen begegnen.
Seit langen Jahren ſchon wohnte er in dem Dorfe, welches er eben hinter uns verließ, und faſt eben ſo lange war er auf dem Edelhofe bekannt und beinahe der einzige Mann der Umgegend, der ſich in die Ei⸗ genheiten und Launen des Beſitzers deſſ ſelben, eines reichen Barons, den wir in einem der nächſten Kapitel kennen lernen werden, zu finden wußte. Er allein erlaubte es ſich, dem ſtolzen Gutsherrn bisweilen zu widerſprechen und ihm ſeine Meinung unverholen in's Geſicht zu ſagen; namentlich aber ſeitdem der Pfarrer des Dorfes, ein reizbarer und empfindlicher


