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derkunft ihrer Enkelin drang ein Hoffnungsſtrahl erwär⸗ mend in ihr Herz, als ſie die Zeichen des Zartgefühls wahrnahm, welches Heinrich bei dieſer Gelegenheit kund gab. Aber die Gegenwirkung war um ſo heftiger, als er, nach einer Abweſenheit von mehreren Stunden, die er, wie ihr kund ward, bei Ellen zubrachte, endlich wieder nach Hauſe kam. Sie beſtürmte ihn mit Vorwürfen; er beantwortete ſie mit einer rückſichtsloſen, brutalen Offen⸗ barung der Beſchaffenheit ſeiner Gefühle und entfernte ſich aus dem Hauſe, ohne nur einmal ſein Weib geſehen zu haben. Das Blut kochte in ihren Adern und ſie beſchloß, alles aufs Spiel zu ſetzen, um ihn von Ellen zu trennen. Sie erbrach ſeinen Sekretair, worin ſie die Billete fand, welche ihren Haß und ihre Wuth auf eine Höhe trieben, daß ſie dieſe Beweiſe eines verbrecheriſchen Verhältniſſes Eduard Middleton in die Hände ſpielte, um auf dieſe Weiſe eine ewige Scheidewand zwiſchen das ſchuldige Paar zu ſtellen. Die Folgen dieſes verhängnißvollen Schrittes bejammerte ſie nun in wildem Schmerze und Tag für Tag flehte ſie unter Thränen und Seufzern ihr tiefgebeugtes Kind um Vergebung an. Geduldig und mitleidsvoll ver⸗ nahm Alice die Bekenntniſſe des verblendeten, alten Wei⸗ bes; aber ſie hütete ſich, durch einen Blick des Vorwurfs oder ein ſtrenges Wort neues Elend auf das greiſe, ſor⸗ genſchwere Haupt der Großmutter zu laden. Tiefe Weh⸗ muth goß ſich in ihr Herz, wenn ſie über den Gemüths⸗ zuſtand ihrer leidenden Lieben nachdachte und in den wil⸗ den unſtäten Blicken Heinrich's die furchtbare Vergeltung erkannte, welche nicht ſelten jene trifft, die ihre eignen Wege wandelten und übermüthig der Gerechtigkeit eines Allmächtigen Richters Hohn ſprachen, bis das Licht in ih⸗ nen erloſch und die Donnerſchläge göttlicher Strafe ſie zu Boden ſchmetterten. Und wahrlich! groß war die Finſter⸗ niß, die Heinrich Lovell's Geiſt umfing, um ſo größer durch das Licht, das einſt in ihm war, und noch von Zeit zu Zeit durch die Nacht ſeiner Seele blitzte.
Wehe, daß wir es uns geſtehen müſſen! Geiſt und Ver⸗ nunft, welche Welten beherrſchen und beſeligen und der


