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O Miſtreß Middleton, ich habe noch feſten Hoffnungsmuth in mir und Kraft wird uns gegeben werden, ihn niemals zu verlaſſen..
— Hoffnung! Kraft! Alice, woffinden wir ſie?
Alice wies auf den Himmel, legte dann die Hand auf ihr Herz und ſagte:
— Dort und hier. In Ergebung und im Vertrauen werden wir die Kraft finden.
Nach einer Pauſe fuhr ſie fort:
— Sie waren heute eine Zeitlang bei ihm; ſprach er mit Ihnen?
Miſtreß Middleton ward noch bläſſer, als Alice dieſe Frage an ſie richtete und neigte den Kopf bejahend.
— Was ſagte er Ihnen? wiederholte Alice. O ſcho⸗ nen Sie meiner nicht! denken Sie nicht an mich! Was ſagte er?
Miſtreß Middleton faltete die Hände und rief:
—„Wo iſt ſie? wo iſt ſie?“ das war alles, was er ſagte. Und wieder und wieder wiederholte er dieſe Worte in einem Tone unſäglicher Angſt, und ich war faſt froh, als ſein Geiſt wieder zu ſchwärmen anfing, damit ich auf die ſchreckliche Frage keine Antwort zu geben brauchte. „Alice, mein Kind, ich bin ſo ſchwach und Du biſt ſo ſtark in Deinem Glauben, in Deiner Hoffnung, in Deiner Got⸗ tesfurcht und heiligen Liebe, daß ich mich vor Dir demü⸗ thige und Dich flehentlich bitte, mich nur einmal von ihr ſprechen zu laſſen. Ich möchte niederknien auf ihrem Grabe, um Ergebung von Gott zu erflehen; aber, wie es nun iſt, ergreift mich wilde Verzweiflung——“
— O, ſo laſſen Sie uns von ihr reden, für ſie beten! Wir wollen uns einander unſern geheimſten Gram ver⸗ trauen, uns einander unſre Furcht mittheilen, Herz in Herz ausſchütten. Wir wollen beten, daß ſie in dieſer Welt noch glücklich werden oder in der andern Gnade finden möge.
— Sie verſtehen mich nicht, Alice! Heinrich ſprach ſo —— Das Entſetzen, welches ſeinen kranken, zerrütteten Geiſt erfaßte—— ihre That, ihre eigne Hand———


