Teil eines Werkes 
2 (1845) Ellen Middleton
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hat, jemals ein dem Selbſtmord vorangehender Seelenkampf, ſo war es mein hoffnungsloſer, verzweiflungsvoller Zuſtand, als ich die Thüre hinter mir zuſchloß. Mit geſchwächtem Körper, ſchmerzendem Kopfe und gebrochnem Herzen keuchte ich mühſam längs der Straße hin und wartete, Froſt und Gluth zugleich empfindend, auf die erſte Miethkutſche, die ſich ihrem Standort nähern würde. Ich, ließ mich dann nach der Stelle fahren, von der die Poſtwagen abfahren; auf einem derſelben ſah ich den Namen**̈* und ver⸗ ſchaffte mir einen Platz. Eine Stunde darauf verließ ich, London. Der Schnee ſiel in dichten, dicken Flocken herab. Unterwegs ließ die Fiebergluth, die mich aufrecht gehal⸗ ten hatte, nach, und das Gefühl meiner Verlaſſenheit er⸗ griff mich mit neuer Gewalt. Jeder Hoffnungsſchein war für mich verſchwunden der Verzweiflung kalter Schauer im Herzen rings umher nur fremde Stimmen, fremde Geſichter! Ein düſtrer, ſtummer, ſchwerer Gram lag wie ein Alp auf meiner Seele, und tobte wie Feuer in meinem Gehirn Spät in der Nacht kam ich nach Seit dieſem Augenblick umringten mich finſtere Geſtal⸗ ten. Keine Nachrichten gelangten zu mir, kein Feind ver⸗ folgte mich, kein Freund entdeckte mich. Ich bin allein und dem Tode nahe. Tag für Tag beobachte ich die Fort⸗ ſchritte des Uebels, das mich verzehrt. In wilder Ver⸗ zweiflung befördere ich mein Ende, und doch zittre, ſchaudre ich vor dem Nahen des Todes. Ich ſchleppe mich in die Kirche und in der hehren Stille, in den frommen Geſän⸗ gen der Andächtigen, empfinde ich eine Erquickung, die zu⸗ weilen mit zauberiſcher Gewalt den Gram verſcheucht, der mein Herz zerreißt. Aber ich kann nicht mit beten, wenn Andere beten. Mein Sinn iſt verwirrt, mein Geiſt ge⸗ ſchwächt. Ich kann nicht in höhnendem Gebete vor Gott knien, während meine Scele mit Ihm hadert. Die Stim⸗ men der Todten und Sterbenden vermiſchen ſich mit den Tönen der Orgel. Wie Todesröcheln, wie Rauſchen des