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— Auch muß ich Dir ſagen, Ellen, fuhr er fort, daß es mich ſehr verdrießt und ich es ſehr anſtößig finde, daß Du Heinrich Lovell geſtatteſt, fortwährend mit Dir zu tanzen und mit Dir zu ſprechen, wo er Dich auch treffen mag. Du beſtärkſt dadurch die Vernachläſſigung, die er ſich gegen ſeine Frau erlaubt, und wenn ich ſo alle Folgen Deines Be⸗ tragens erwäge, muß ich es in dieſer Beziehung unver⸗ antwortlich finden. Sage mir doch, war er daheim, wäh⸗ rend der vier Stunden, die Du in ſeinem Hauſe zu⸗ brachteſt?
Ich ward blutroth im Geſichte, und flüſterte, daß er zu Hauſe geweſen wäre, ſetzte aber hinzu:
— Hat Ihnen denn meine Tante nicht geſagt, daß Alice mich erſuchen ließ, zu ihr zu kommen?
— Sie ſagte mir, antwortete Mr. Middleton, Hein⸗ rich hätte gewünſcht, daß eine von euch beiden hinkäme. Sie hätte ſelbſt hingehen ſollen; und wenn ich bedenke, wie wenig Du im Ganzen den Umgang der Miſtreß Lovell ſucheſt, da Du Tage lang ohne ſie zubringſt, ſo dünkt mich, daß ein kürzerer Beſuch vollkommen genügt hätte. Dem ſey nun wie ihm wolle, ich erkläre Dir hiermit auf das beſtimmteſte, wenn Du nicht ſogleich Dein ganzes Be⸗ nehmen änderſt, ſo werde ich Heinrich mein Haus verbie⸗ ten und Dir auf das ſtrengſte unterſagen, einen Fuß in das ſeinige zu ſetzen. Das wird Miſtreß Lovell ſchmerz⸗ lich überraſchen, aber es iſt beſſer für ſie, ſo überraſcht zu werden, als dulden zu müſſen, daß eine Coquette wie Du ihr die Liebe ihres Gatten raubt.
— Das iſt ungerecht! das iſt grauſam! rief ich aus. Alice ſelbſt iſt nicht unſchuldiger als ich; ich bin mir keines unrechten Gedankens, keiner ſchlimmen Abſicht be⸗ wußt; ich verdiene dieſe Sprache nicht und ſelbſt von Ihnen ertrag' ich ſie nicht. Verzeihen Sie mir, lieber On⸗ kel, verzeihen Sie mir, aber Sie thun mir wahrhaftig ſehr unrecht.
Ich ergriff ſeine Hand und drückte ſie an meine Lippen.
— Warum ſchlugſt Du Eduard's Hand aus? fragte mein Onkel etwas milder.


