Teil eines Werkes 
2 (1845) Ellen Middleton
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Ihr Gatte, nicht Tag und Nacht gearbeitet haben, um es wieder zu erſetzen? Würden wir Beide nicht alles, was Verläumder oder Feinde gegen uns aufgebracht hätten, mit Verachtung angeſehen haben? Wenn die Tracy in ihrer Wuth geſprochen hätte was nicht wahrſcheinlich ge⸗ weſen wäre, wenn ſie ſah, daß nichts dabei zu gewinnen war würde ich Sie nicht Allem entzogen haben, was Ihre Ruhe geſtört hätte? Würde ich Sie nicht mein ganzes Leben lang geliebt und angebetet haben? O rief er plötzlich, als ich mich kalt von ihm wegwandte haſſen Sie mich, ſo viel Sie wollen, aber trotzen Sie mir nicht! Eduard, Ihr trefflicher, Ihr gewiſſenhafter Liebſter iſt es nicht, der Sie in ſeine Arme nehmen, im Buſen tragen würde, Sie

Reden Sie nicht von ihm, Heinrich, rief ich aus; um Gotteswillen! reden Sie nicht von ihm! ich ſagte Ih⸗ nen ſchon, daß ich niemals ſeine Frau werde. Ich habe Ihnen alle Verſprechungen gegeben, die Sie von mir ver⸗ langten. Ich bin hier, wo ich nicht ſeyn würde, wollt' ich Ihnen trotzen. Aber, ich bitte Sie, beſchimpfen, quä⸗ len Sie mich nicht durch dieſe Anſpielungen

Ein ſtarkes Klopfen an die Thüre erſchreckte uns Beide und erweckte zugleich Alice.

II.

Nachdem das Klopfen an die Thüre dieſer langen und qualvollen Unterredung mit Heinrich auf einmal ein Ende gemacht hatte, erſchien ein Diener meines Onkels, der mir ſagen ließ, daß er an der Hausthüre auf mich wartete, um mich zu unſerer Nachmittagspromenade abzuholen. Ich küßte ſchnell Aliee, welche glücklicherweiſe im dunkeln Zim⸗ mer meine Aufregung nicht bemerkte, und eilte die Treppe hinab. Ich fand meinen Onkel in ſehr übler Laune. Er⸗ kannte er auf meinem Angeſichte die Spuren einer ihm mißfallenden Gemüthsbewegung? hatte er zuvor etwas