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gleicht, als irgend ein anderes Weſen, das ich jemals in meinem Leben ſah; ſie ſcheint glücklich zu ſeyn, aber das Glück, welches ſie genießt, möchte man nicht für ein Glück dieſer Welt halten; ob es das eines Heiligen iſt, der auf einen Felſen baute oder eines Kindes Glück, welches ein Hauch zerſtören kann, vermag ich nicht zu entſcheiden.
— Ich zweifelte beinahe, während ich mit ihr ſprach, ſagte Miſtreß Middleton, ob ſie dieſer Welt angehöre. Weißt Du, Ellen, fuhr ſie lächelnd fort, daß es mir nicht möglich geweſen wäre, ſie zu fragen, ob ſie für Heinrich Liebe fühle? Ich würde gefürchtet haben, ſie vor unſern Augen verſchwinden zu ſehen, wie jenes ſchöne Frauenbild in der deutſchen Legende, die in Luft zerfloß, wenn ein Wort von irdiſcher Liebe an ihr Ohr tönte. Doch ſchwei⸗ gen wir von dieſen Thorheiten, ſagte ſie ſeufzend,— ich hoffe, ſie ſind glücklich; dennoch kann ich, nachdem ich mit ſo viel Ungeduld den Augenblick erwartet, wo ich ſie ſehen würde, ein unheimliches Gefühl nicht unterdrücken. Meine Beſorgniſſe für ihr Glück haben ſich wahrlich nicht ver⸗ mindert!.
Mein Onkel trat ins Zimmer. Ich nahm die Gelegen⸗ heit wahr und entſchlüpfte, indem ich ſo einer Wiederho⸗ lung der Frage auswich, die ich in Betreff deſſen, was ich mit Heinrich geſprochen hatte, unbeantwortet ließ.
XI.
Was ſollte ich thun? Sollte ich die erſte Gelegenheit wahrnehmen und Heinrich auf das inſtändigſte bitten, ihn beſchwören, mir ohne Winkelzüge den Sinn und die Be⸗ deutung aller ſeiner Anſpielungen und Drohungen zu er⸗ klären und mich der qualvollen Ungewißheit zu entreißen, die mir das Leben verbitterte, oder ihm irgend ein Ver⸗ ſprechen abnöthigen, welches mich einigermaßen beruhigen könnte? Dieſe Fragen ſtellte ich mir im Laufe des Tages, in der folgenden Nacht immer wieder von neuem, und dennoch erwachte ich am Morgen, ohne zu einem Ent⸗ ſchluſſe gekommen zu ſeyn. So ging ein Tag nach dem
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