Teil eines Werkes 
1 (1845) Ellen Middleton
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und Geiſtes thätig in ihm wirkten, obgleich ſie nicht das geringſte von eitelm Wortgepränge und phantaſtiſchem Bilderkram zur Schau trugen.

Einſt ſprach er von Heinrich's Heirath und ſagte mir, daß er ihn in London geſehen hätte. Sie begegneten ſich zufällig auf der Straße; Eduard erbot ſich, ihn zu beglei⸗ ten, um ſeiner Frau einen Beſuch zu machen; Heinrich aber brachte allerhand Entſchuldigungen vor, und ſo un⸗ terblieb der Beſuch. Er bemerkte dabei nicht das mindeſte über Heinrich's Benehmen, noch über den Eindruck, wel⸗ chen daſſelbe auf ihn gemacht hätte, aber er ſah mich ruhig und ernſt an, als erwartete er von mir, daß ich zuerſt über dieſen Gegenſtand das Wort nehmen würde. Als er ſah, daß ich ſtillſchwieg, ſagte er endlich:Ellen, täuſchte Sie dieſe Heirath nicht in Ihren Erwartungen?

Sie gewährte mir vielmehr eine Erleichterung.

Wie ſo?

Weil ich Heinrich und mich beinahe ſelbſt getäuſcht hatte, indem ich ihn glauben ließ, daß ich ihn liebte und weil ſeine Heirath mir den Beweis gibt, wie ſehr ich im Irrthum war.

Eduard ergriff meine Hand und drückte ſie an ſeine Lippen, aber ich zog ſie heftig bewegt zurück und rief: O mein Gott! wiſſen Sie wohl, was Sie thun?

Er erwiederte kein Wort und entfernte ſich ſchnell.

Zwei oder drei Tage lang ſprach er nur wenig mit mir und wenn es geſchah, war er kalt und zurückhaltend.

Eines Tages ergingen wir uns im Park. Nach eini⸗ gen unbedeutenden Bemerkungen, fragte mich Eduard, ob ich das Buch erhalten, welches er voriges Jahr für mich zurückgelaſſen hätte. Ich trug es, wie gewöhnlich bei mir; ich nahm es aus der Taſche und reichte es ihm, ohne weitere Antwort hin. Er öffnete es, und wandte im Gehen die Seiten um.

Das iſt der Augenblick, ſagte ich zu mir ſelbſt. Das Blut erſtarrte in meinen Adern; ich konnte mich kaum aufrecht halten.

In krankhafter Stimmung ſchrieb ich einmal auf des