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men gegen ſie und ihr Benehmen gegen ihn. Ich ant⸗ wortete ihr, indem ich ihre Vorurtheile zu beſeitigen, ihre Beſorgniſſe zu beſchwichtigen und ſie in der Hoffnung zu beſtärken ſuchte, daß ſich Heinrich zuletzt doch noch glück⸗ lich in Alicens Beſitz fühlen würde. Mein Groll gegen ihn war in dieſem Augenblicke ganz verſchwunden. Ich beklagte ihn von Grund meines Herzens und gedachte deſ⸗
ſen, was er mir über die Uebereinſtimmung unſrer Ge⸗
ſchicke ſagte. Mich dünkte, daß auch ihn der Einfluß eines böſen Geſtirns zwänge, ſich und andere unglücklich zu ma⸗ chen. Mit haſtigem Eifer verſiegelte ich daher den liebe⸗ vollen, troſtreichen Brief, welchen Miſtreß Middleton ihm geſchrieben und worin ſie ihn hoffen ließ, daß ſie in drei
Monaten mit mir nach London kommen und Alice dort
ſehen und als Schweſter empfangen und umarmen würde.
IX.
Ungefähr drei Wochen vor dem erſten März, dem zu
unſerer Reiſe nach London feſtgeſetzten Tage, kam ich von einem langen Spazierritt gegen vier Uhr nach Hauſe. Meine Kleider waren vom Regen ganz durchnäßt und ſchwer geworden, und der Weg durch die Halle, die Treppe hinauf und über den langen Gang, der zu meinem Zim⸗
mer führte, kam mir ſauer an. Als ich an der Thür des
Zimmers vorüberging, welches von den Hausbewohnern mit dem Namen:„das ſüdliche“ bezeichnet wurde, erblickte ich zufällig zwei mit Staub bedeckte Felleiſen; die darauf befindlichen Kupferplättchen trugen den Namen: Eduard Middleton, Esquire. In demſelben Augenblicke öffnete
ſich die Thüre und Eduard ſtand vor mir. Ich fühlte,
daß ich vor Schrecken bleich ward und mußte mich an der Mauer halten, um nicht umzuſinken. Er nahm mich bei der Hand und ſagte mit unverkennbarer Herzlichkeit:„Wie geht es Ihnen, Ellen?“
Ich weiß nicht, was ich antwortete; mir war's, als
läge eine Wolke vor meinen Augen; es ſauſ'te mir in


