Teil eines Werkes 
1 (1845) Ellen Middleton
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nigen werden Sie, ich weiß es, gewiß thun, meine brave Freundin. So leben Sie denn wohl, auf morgen!

Herzlichen Dank! hochwürdiger Herr. Der muß in der That eine ſchwere Laſt auf dem Herzen tragen, der dun Ihnen geht und ſich nicht erleichtert und getröſtet fühlt.

Während ſie ſo ſprach, hüllte ſich Miſtreß Denley in ihren Wintermantel, nahm ihre Laterne und eilte durch die vuneln Straßen der alten Stadt nach ihrer Wohnung zurück.

Am nächſten Morgen waren die Gedanken des Herrn Laey getheilt zwiſchen den ſanften Gefühlen, welche die heilige Feier des hohen Feſtages einzuflößen geeignet war, und der peinlichen Unruhe, welche die Unterredung vom vorigen Abend in ihm erweckt hatte. In der Kirche jedoch wich dieſe Unruhe und an ihre Stelle trat jene Samm⸗ lung, jene innige Andacht, worin ſich eine Zeitlang die Sorgen und Gemüthsbewegungen verlieren,wie die Atome ſich verlieren im göttlichen Lichte.

Als von der Höhe der Kanzel der würdige Prieſter die immerwährende Gemeinſchaft der Heiligen im Himmel mit denen hienieden, das Band, welches die ſtreitende Kirche auf Erden mit der triumphirenden im Himmel verknüpft, in beredter Sprache ſchilderte, als er beſonders in Aus⸗ drücken der tiefſten Ehrfurcht und der heißeſten Liebe von unſerm Herrn Jeſus Chriſtus ſprach und betete, daß er ſelbſt und alle, die ſich an dieſem Tage im Gebete mit ihm vereinten, zu der von Gott beſtimmter Stunde in die Herr⸗ lichkeit Seiner Anſchauung eingehen, ihn immer eifriger verehren möchten in der Zeit wie in der Ewigkeit, da athmete jedes ſeiner Worte eine ſo innige, fromme Begei⸗ ſterung, daß die an heiliger Stätte verſammelten Gläubi⸗ Pn ihm mit einer Ehrfurcht zuhorten, in welche ſich die Empfindung eines frommen Schauers miſchte. Es ſchien ihnen, als ob der feurige Wagen des Elias den Redner ihren Augen entrückte, um ihn aus dem Schatten des irdi⸗ ſchen Heiligthums zur Herrlichkeit des neuen Jeruſalems, in die Gefilde des Himmels zu erheben.

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