Teil eines Werkes 
1 (1845) Ellen Middleton
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krank, ſprach ich zu ihr.Ihre Hand glüht. Sie fuhr da⸗ mit an ihre Stirn und antwortete:Ach nein, ich fühle keine Hitze. Sie ging hierauf ans Fenſter, obgleich das Wetter ſo kalt und unfreundlich war, wie dieſen Abend. Jetzt aber, und deshalb komme ich eben, hochwürdiger Herr, liegt ſie zu Bett und ich glaube wirklich, daß ſie ſehr krank iſt.

Wiel Iſt noch kein Arzt bei ihr geweſen

Nein! ſie will durchaus keinen annehmen. Als ſie ſich ſo ſchwach fühlte, daß ſie nicht mehr aufbleiben konnte, ſchickte ſie mich nach einer Krankenwärterin des Hoſpitals, und da Mary Evans grade unbeſchäftigt war Mary Evans, das junge Mädchen, für die Sie voriges Jahr, als ſie den Arm gebrochen, mit ſo viel Güte ſorgten, nahm ich ſie mit mir und ſie bedient Miſtreß Rodney ſeit zwei Tagen.

Verlangte ſie nie nach geiſtlichem Zuſpruch 2

Ach, um es Ihnen nur zu geſtehen, hochwürdiger Herr, ich habe ihr den Vorſchlag gemacht. Geſtern war's, als Mary Evans und ich umſonſt in ſie gedrungen, uns den Arzt holen zu laſſen.Nein, nein, ſagte ſie,er kann mir nicht helfen. Und ſie fing zu weinen an, was ich früher noch nie bemerkt hatte. Nun gut! antwor⸗ tete ich, wenn Ihnen der Arzt nicht helfen kann, ſo weiß ich doch Jemand, der es könnte. Und wer denn? ſprach ſie, indem ſie ſich aufrichtete und mich mit betrübtem Blicke anſah. Herr Lacy, Miſtreß, der Geiſtliche, der letzten Sonntag Nachmittag die Betſtunde hielt. Sie legte ſich wieder zurück, ohne mir zu antworten, als ob ſie etwas anderes erwartet hätte, und ich ſagte ihr weiter, daß Sie, hochwürdiger Herr, ein wahrer Heiliger, ein Martyrer, ein Licht der Kirche ſeyen, wie Johnny's Schulmeiſter ſagt.

Sachte! ſachte! meine gute Miſtreß Denley, ſeyn Sie vorſichtig in der Anwendung ſolcher Namen und Eigenſchaften. Weigert ſich denn Miſtreß Rodney, mich oder irgend einen anderen Geiſtlichen zu ſehen?

Ja hochwürdiger Herr, ſie bat mich, nicht mehr da⸗ von zu reden.

Das iſt wahrlich recht traurig! Ein junges Frauen⸗