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es nicht länger ertragen. Adrian durfte nicht ſterben, und er leben, um es zu ſehen.—
Es war da ein kleines beſchädigtes Boot, das man bis jetzt hatte bei Seite liegen laſſen, als zu unſicher für den Gebrauch. Er hat ſich Gott empfohlen und Maria angerufen; und in dieſem kleinen Fahrzeug macht er ſich auf den Weg nach dem Schauplatz der Gefahr und des Todes. Er rudert für das Leben ſeines Freun⸗ des; er nähert ſich dem Schiff; er erreicht es zuletzt. Er legt an an die Seite des letzten Bootes, das das Schiff verläßt, und mit aller ſeiner Kraft ruft er hier nach Adrian. Er iſt da; ſeine hohe Geſtalt iſt zu er⸗ kennen in dem Licht, das die furchtbare Scene beleuch⸗ tet,— ein Kind auf ſeinen Armen, ein anderes an ſeiner Hand. Die Mutter war in das abfahrende Boot geſtoßen worden, und flehte nun mit wilden Geberden ihn, den ſie in ihrer Verwirrung für einen Engel hielt, an, ſie ihren Armen zurückzugeben. Im Augenblick bemerkte er die kleine Barke unter ſich, ſprang plötzlich mit den Kindern hinein, die er aus den Flammen gerettet hatte, und nahm das Ruder aus Morizens Hand, der erſchöpft zurückſank. Das Boot war leck, die Brandung war gefährlich, die Kinder in Todes⸗ angſt; kein Wort wurde geſprochen; kein Laut wurde gehört als der Schlag des Ruders, das nun von einer ſtarken Hand gehandhabt wurde. 3
Eben ging die Sonne auf über dieſem Schauſpiel des Entſetzens und der Barmherzigkeit. Als Gertrude am Rande des Waſſers mit der Barke, wie ſie landete, zuſammentraf, ſtieg Moriz aus, ging auf ſie zu und flüſterte:„Er iſt gerettet!“ dann lehnte er ſich auf ihren Arm und ſank in Ohnmacht. Sie ſtieß einen abge⸗ brochenen Schrei aus, und in einem Augenblick war Adrian an ihrer Seite, und beide ſahen zugleich, was geſchehen war. Moriz hatte ſich ein Blutgefäß zer⸗ ſprengt. 4
In der kleinen Herberge eines amerikaniſchen Dorfes


