Teil eines Werkes 
6.-8. Bändchen (1853)
Entstehung
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welche ſich gerne mit dem Erben ſo ausgedehnter Län⸗ dereien und dem künftigen Beſitzer von Woodlands⸗Hall verbinden würden. Moriz war nicht der Letzte, welcher das Intereſſe merkte, das Adrian ihr eingeflößt hatte, ihr, die er mit unabläſſiger, aber hoffnungsloſer Angſt beobachtete; aber die ruhige und geſammelte Art, womit er ſie anredete, die Vorſicht, womit er jeden Anſchein ausſchließlicher Hingebung für ſie, die er noch nicht ent⸗ ſchloſſen war zu heirathen, vermied, war ſo verſchieden von dem, was Morizen's Benehmen in dieſer Lage ge⸗ weſen wäre, daß dadurch die Hoffnung in ihm aufrecht erhalten wurde, d'Arberg habe keine ſolchen Abſichten, und ihre unverhüllte Bewunderung für ihn ſei mehr Begeiſterung für ſeinen Charakter und ſeine Talente, als Neigung zu ſeiner Perſon. Und doch, wenn er ihre Augen mit jenem bezaubernden Ausdruck, deſſen mäch⸗ tige Anziehungskraft für ihn er einſt beſchrieben hatte, auf ihn gerichtet ſah, ſo war der plötzliche Schmerz, der ſein Herz durchzuckte, beinahe größer, als er ertragen konnte. Er faßte oft den Entſchluß, am andern Tage abzureiſen, aber wenn der Morgen kam, fand er irgend eine Entſchuldigung für das Dableiben und fuhr fort, jenem unheilvollen Vergnügen, ſie zu ſehen, verbittert, dir es war, durch die Qualen der Eiferſucht, nachzu⸗ ängen.

Eines Tages ſaß ſie in dem Gewächshaus, eifrig mit dem Zeichnen einer amerikaniſchen Blume beſchäf⸗ tigt, als er mit einem Brief in der Hand hereinkam und ſich in geringer Entfernung von ihr niederſetzte. Sie machte eine unbedeutende Bemerkung über das Wet⸗ ter, ohne den Kopf zu erheben, und nach kurzem Schwei⸗ gen begann er:

Ich wünſche Sie um Ihren Rath zu fragen, Lady⸗ Bird; ich habe einen Brief von Marie erhalten, der mich ſehr beunruhigt, und ich glaube, daß Sie beſſer als irgend Jemand meine Gefühle verſtehen und mir rathen können, was ich thun ſoll.