ch zu fragen, ob er ſie liebe? ob er ſie heira⸗ ꝛ ob ſie in Wirklichkeit alles das ſei, was ſie ſein ſchien? und obgleich er weniger mit ihr ch, als während ihres erſten Aufenthalts in Audley⸗ Bark, ſo begann ſein Benehmen doch ein Intereſſe zu zeigen, welches er ſich bemühte, nicht allzu deutlich her⸗ vortreten zu laſſen. Gertrude fühlte es und ſchien mit einer Art von Inſtinkt beſorgt, nicht eine vorzeitige Ent⸗ wicklung zu übereilen, oder die Aufmerkſamkeit Anderer auf jene zarte Blume des Glücks zu lenken, welche ſie ſich von Tag zu Tag weiter entfalten ſah, und auf die
ihr Herz— ich hätte beinahe geſagt, für ihre Seele, deren neuerſtandene Tugenden nur der Rückſtrahl der ſeinigen waren— gründete. Sie war nicht mit ihm zu der Quelle gegangen, aus der er trank, ſie hatte nur die Tropfen aufgefangen, welche aus ſeiner Schale herabfielen; er ſah dieß nicht und bemerkte in ſein er Bewunderung der Frucht nicht, daß die Wurzeln nicht
ſtand und ihre edle Denkart entſprach ſeinem Streben, und er begann zu glauben, daß ihre Schönheit der ge⸗ ringſte ihrer Vorzüge ſei, und fing an, in ihrem Umgang einen neuen Antrieb zu allem Großen und Guten zu finden. Es war etwas Schönes um die Liebe dieſer zwei Weſen, beide ſo ſchön und ſo reichbegabt und von denen es ſchien, ſie ſeien geſchaffen:
„Er nur für Gott und ſie für Gott in ihm.“
Andere fingen an, dieſe wachſende Zuneigung zu bemerken. Mark war verſtimmt; aber liebenswürdig, wie er immer war, wünſchte er ſich bloß Glück, Ger⸗ truden keinen Antrag gemacht zu haben, und tröſtete ſich mit dem Gedanken, daß ſie vielleicht zu geiſtreich für den gewöhnlichen Zweck des Lebens ſei, und daß
„es gäbe Mädchen in dem Land viel nettere noch allerhand,“
ſte mit Furchtſamkeit jede Hoffnung für ihr Leben, füur
tief in den Boden eindrangen. Ihr ungewöhnlicher Ver⸗


