Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1853)
Entstehung
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Gefühlen ablegten. Es konnte eine oder die andere die⸗ ſer Urſachen ſein, welche, wußte ſie nicht, und nun war ihr Weg zu Ende und ſie konnte dieſer Sache nicht weiter nachforſchen. Während ſie in der Kirche an ſei⸗ ner Seite kniete, dachte ſie auf einmal, wie leicht es ihr ſein würde, gut zu ſein, wenn ſie je einmal ſein Weib werden würde, wie jede Pflicht ihr ein Vergnügen und gleichſam ein Vorſchmack vom Himmel ſein wurde; flehte zum Eeſtenmale in inbrünſtigem Gebete zum Himmel, daß dieſer Segen ihr verliehen werden möchte, aber ihr Flehen glich in ihrem Geiſte zu ſehr dem Gebete Ra⸗ hel's, als ſie ausrief:Gib mir Kinder, oder ich ſterbe! Es liegt etwas Furchtbares in einem ſolchen Gebete, und wenn es erhört wird, und die Hand das erfaßt, was ſie mit ſo wilder Begierde geſucht hat, dann iſt es Zeit, zu zittern.

Als ſie aus der Kapelle heraus kamen, während Pater Lifford noch in der Sakriſtei war, ſetzte ſich Ger⸗ trude auf ihren alten Lieblingsſitz neben dem Thor und Adrian nahm Abſchied von ihr; der Wagen war her⸗ geſchickt worden, um ihn hier abzuholen.

So werde ich alſo Lady Clara ſagen, daß Sie eine Antwort herüberſenden werden. Ich hoffe, ſie wird die Nachricht enthalten, daß Sie kommen werden, aber jedenfalls werde ich Sie noch einmal ſehen, ehe ich nach Irland gehe das heißt, wenn ich es nächſten Sonn⸗ tag wieder ſo machen darf wie heute.

Sie blickte ihn zuſtimmend an, als der Organiſt an ihnen voruͤberging. Er eilte fort, ohne ein Wort zu ſprechen, aber Adrian rief aus: 1

Ei, Moriz, ſind Sie hier? Ich hätte es mir den⸗ ken können, daß Niemand, als Sie, ſo eben jenes Vor⸗ ſpiel an dieſem kleinen Orte konne geſpielt haben. Gehen Sie nach Audley⸗Park zurück? Ich kann Ihnen dabei behülflich ſein.

Ich danke Ihnen, ſagte Moriz mit ſeltſamem Lächeln.Sie ſind es mir in meinem Leben ſo oft ge⸗ weſen, und dann murmelte er für ſich:Und gar treff⸗