Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1853)
Entstehung
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Ei, ich weiß nicht, ob ich nicht lieber eine Woche unter Leuten zubringe, die mir neu ſind, vorausgeſetzt, daß ſie alle einige Eigenthümlichkeiten haben, als neue Gegenden zu beſuchen, obgleich dieß auch in ſeiner Art unterhaltend iſt.

Aber, Sie haben doch gewiß Freude an einer ſchö⸗ nen Landſchaft?

Das, antwortete er,iſt wie eine ſchöne Muſik in einer Kirche. Wenn man ſie vernimmt und die Seele in Harmonie damit ſteht, ſo wird man dadurch beinahe in Entzücken verſetzt, aber es gibt wenige Stellen, wo eine ähnliche Wirkung nicht in unſerem Bereiche ſteht. Ich zweifle, ob die Alpen oder die italieniſchen Seen größere Gefühle des Vergnügens erweckt haben, als die erſte beſte Wieſe voll Maßliebchen oder Schmalzblumen in der Nähe von London oder Mancheſter, und ich bin überzeugt, daß ein Blumentopf an einem Fenſter eben ſo viel Freude gemacht hat, als der Blumenflor in Aud⸗ lei⸗Park.

Dann werden Sie, ſagte ſie mit leiſer Stimme, wohl auch glauben, es könne Jemand in Schloß Lifford glücklich ſein?.

Sie hielten gerade an dem Thore des kleinen Kirch⸗ hofs. Er nahm die Mähne des Ponys in die Hand und ſchwieg einen oder zwei Augenblicke ſtill, dann antwortete er mit einem leiſen Tone innerer Bewegung in der Stimme:

Ja, ich glaube es.

Sie war betroffen, nicht über ſeine Worte, ſondern über Etwas in ſeinem Benehmen. War es möglich, daß er nicht bloß ein ſo ruhiges Wohlwollen für ſie hegte, wie ſie ſich eingebildet hatte, oder war es möglich, daß er ſich ſehnte, ihr Etwas von ſeinen Gedanken über das Glück, wie er es anſah, mitzutheilen? Sie wußte, daß oft dieſe Art von innerer Bewegung in ſeiner Miene lag, wenn auf Gegenſtände, die ſeinem Herzen zunächſt ſtanden, angeſpielt wurde und daß dann ſeine Augen nicht ſeine Lippen Zeugniß von ſeinen tiefſten