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dieſes Thor zu einem andern Ritte verlaſſen hatte, an einem andern Tag, der zu Folgen geführt hatte, die ihn zum Wendepunkt ihres Lebens machten.„Machen Sie uns keine Streiche wieder, Fräulein Gertrude,“ ſagte Pater Lifford zu ihr,„ſondern haben Sie Acht auf Ihre Zügel. Wer weiß, ob dieſer alte Burſche da nicht auf den Gedanken kommt, mit Dir auf und davon zu gehen, wenn Du ihn ſo ganz ſeinen eigenen Empfindun⸗ gen überläſſeſt.“ Sie ſchaute rückwärts mit einem ſo lieblichen Lächeln, daß ihr ganzes Weſen verändert ſchien, und der alte Mann vor ſich hinmurmelte:„Ich glaube, die närriſche Mutter hatte am Ende doch recht, und, woran es dem Kinde fehlte, das war ein wenig Vergnügen.“
„Ich hatte vergeſſen, Ihnen dieß Billet von Lady Clara zu geben,“ ſagte Adrian plötzlich, und zog es aus der Taſche. Sie las es, wandte ihre ausdrucksvollen Augen nach ihm hin und legte es ihm in die Hand. „Darf ich es leſen?“„Ja,“ ſagte ſie;„Sie ſehen, ſie fordert mich auf, nach Audley⸗Park zurückzukommen. Ich denke auch, Mama würde mich wohl gehen laſſen, aber—“„Aber Sie gehen nicht gerne hin?“ Sie blickte ihn ohne Antwort an, als ob ſie innerlich überlegte. Sie wünſchte, ſeine Gedanken zu errathen; ſie hätte Alles darum gegeben, ſich an ſeine Entſcheidung halten zu können, aber ſie hatte nicht den Muth, ihn um ſeine Meinung zu fragen. Sie erlaubte ſich noch gar nicht zu hoffen, daß er Theilnahme für ſie empfinde. Die Güte ſeines Benehmens ſelbſt, ob ſie ſich gleich dadurch glücklich fühlte, war entmuthigend. Die Liebe, die ſie für ihn fuͤhlte,— denn das konnte ſie nicht verhehlen, daß ſie ihn liebte— war auf dieſem Punkte ihrer Ent⸗ wickelung noch ganz auffallend unvermengt mit Furcht oder Hoffnung. Ihr Vorhandenſein ſchien für ſich ſchon zur Glückſeligkeit zu genügen. Mit einer überraſchenden Demuth wagte ſie kaum, einem erwiedernden Gefühl von Seiten desjenigen entgegenzuſehen, den ſie in der ſtillen Andacht ihres Herzens beinahe vergötterte. Ihm etwas zu


