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ſtrahlendſten Sonnenſchein beleuchtet. Sie wünſchte, der Tag möchte nicht vorrücken,— Sie fürchtete, die Glocke zum Mittageſſen läuten zu hören,— jede Mi⸗ nute ſchien ihr ein ganzer Tag voll Vergnügen. Es war keine Geberde an Adrian, die ſie nicht bewachte; ſie wußte, von welchem Baum er einen Zweig abge⸗ pflückt hatte, wo er ihn hatte aus der Hand fallen laſſen, auf welcher Bank er einen Augenblick geſeſſen und eine Figur in den Sand gezeichnet, welchen von des Wild⸗ hüters Hunden er im Vorübergehen geliebkost, und wo er die Augen mit der Hand beſchattet hatte, um nach teinem fernen Punkte hinauszublicken, wornach Pater Lifford deutete. Endlich ertönte die Glocke, und ſie ging hinunter in das Speiſezimmer. Dieſer für drei Perſo⸗ nen gedeckte Tiſch,— wie oft hatte ſie ſich an ihm niedergeſetzt mit einem Herzen, das ſich ſo hart und dumpf fühlte, wie ein Stein! Als Pater Lifford das Dankgebet nach Tiſche ſprach, ſprach ſie in der Stille ihren Dank auch dafür aus, daß das Leben für ſie jetzt nicht mehr das ſei, was es geweſen—, ihren Dank, daß ein Strahl darauf gefallen ſei und das Eis zer⸗ ſchmelzt habe, das um ihr Herz herum ſich angelagert hatte. Es erfreute ſie, zu beobachten, wie geſchickt Adrian ſolche Gegenſtände vermied, über welche ſich Mißklänge zwiſchen ihm und Pater Lifford hätten erheben können, und mit welcher„chriſtlichen Klugheit“ er dem alten Manne, den er hoch achtete, zu gefallen ſuchte.
„Wir gehen zur Vesper nach Stonehouſeleigh, ſagte Pater Lifford zu ihr, als ſie das Speiſezimmer verließen; „willſt Du vielleicht des Wildhüters Pony nehmen, und dahin reiten?“ Sie hatte das ſchon ein bis zwei Mal gethan, und war ihm ſehr dankbar, daß er es ihr jetzt vorſchlug. Als ſie auf den Sattel gehoben war, die Zügel aufnahm und nun langſam ſich vom Thore ent⸗ fernte, während Adrian ihr zur Seite ging, und dann und wann ſeine Hand auf des Ponys Mähne legte oder mit einem Zweige die Mücken wegſcheuchte, die ihn plagten, da dachte ſie an den Tag, da ſie mit Edgar


