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ſchen. Aber, daß er an Gertrude Gefallen finden,— daß er mit der Zeit wünſchen möchte, ſich mit ihr zu verbinden,— das war ein Zauberbild von Glückſelig⸗ keit für dieſes ihr geliebtes Kind, das ununterdrückbar vor ihr emporſtieg. Solch ein Himmel voll Segen und Wohlfahrt, ſolch ein Obdach unter den Stürmen des Lebens, ſolch eine Sicherheit gegen die Gefahren, die ſich auf ihrem Pfade drängen würden, inner⸗ oder außer⸗ halb ihres väterlichen Hauſes!
Als Adrian fragte, ob er wiederkommen und nach ihr ſehen dürfe, ſo drückte ſie ihm die Hand, und lächelte ihm ihre Zuſtimmung zu. Niemals hatte er für Jemand mehr Mitgefühl empfunden, als für dieß bleiche, leidende Weib. Ihre Augen durchdrangen ihn, und als Gertrude ihn nach der Bibliothek zuruͤckbegleitete, war er ſtill und gedankenvoll. Halb zerſtreut wandte er ſich nach ihr hin, und ſagte etwas in ſpaniſcher Sprache. „Ich verſtehe nicht Spaniſch,“ ſagte ſie haſtig.„Nicht die Sprache Ihrer Mutter, Lady⸗Bird! nicht die ſchöne Sprache, die ſie ſo beredt ſpricht! wie iſt es möglich, daß Sie ſie nicht gelernt haben!“„Es ſcheint mir jetzt ſelbſt ſeltſam,“ antwortete ſie erröthend,— und ein Entſchluß war in dieſem Augenblick gefaßt. Kein Tag verging mehr, ohne daß ſie ſich mit einer Art von lei⸗ denſchaftlichem Fleiße auf das Studium des Spani⸗ ſchen legte.
Pater Lifford trat jetzt zu ihnen. Er konnte die Franzoſen nicht leiden, aber er hatte es bei ſich ſelbſt feſtgeſtellt, daß Adrian ſo wenig als möglich von einem Franzoſen habe und konnte ſich, ſeinem eigenen Wider⸗ ſtreben zum Trotz, nicht erwehren, Geſchmack an ihm zu finden. Sie gingen in der Allee auf und ab und er⸗ örterten Fragen der engliſchen Politik, über welche ſie mehr übereinſtimmten, als über die des Feſtlandes. Gertrude ſchlüpfte in ihrer Mutter Zimmer, um von ihr zu vernehmen, wie ſehr Adrian ihr gefallen; und dann ſchaute ſie von ihrem Schlafzimmerfenſter nach den Eibenbäumen hin, als wären ſie Flbelih vom


