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er es wünſcht, denn Pater Lifford wird jetzt einige Zeit nicht in die Bibliothek kommen, das weiß ich.“—„Ja,“ ſagte ſie zu ſich ſelbſt, indem ſie langſam über den Gang ging,„ich möchte ihm gerne jeden Punkt dieſes meines alten Hauſes zeigen“(zum Erſtenmal nannte ſie es mit Wohlgefallen ihr Haus)„ſo daß der zarte Duft einer frohen Erinnerung ſich an jedes Eckchen heften würde.“
Als ſie die Thüre des Beſuchzimmers öffnete,— jenes ſteifen viereckigen Raumes mit den ſteifen ſchwer⸗ fälligen Möbeln und dem reizloſen Ausſehen,— da war es ihr wie ein Traum, daß ſie Adrian darin erblickte. Aber da war er, und das Fenſter, woran er ſtand, war der erſte der Punkte, die ihrem Herzen von nun an um ſo viel theurer werden ſollten.
„Sind Sie wohl, Lady⸗Bird?“ fragte er freundlich und warm.„Sie ſind doch nicht zu viel ſpazieren ge⸗ gangen bei Tage und haben nicht zu ſpät in die Nacht hinein geleſen?“
„Ich mache mein Buch jede Nacht Schlag zwölf Uhr zu,“ ſagte ſie.„Ich verſuche es, Regeln zu beob⸗ achten; es kommt mich ſauer an, aber ich hoffe, es ſoll doch auf dieſe Weiſe zuletzt Methode in meinen Unſinn kommen.“
„Es iſt Thorheit, auf die Geſundheit loszuſtürmen,“ ſagte er lächelnd,„wenigſtens, wenn man keinen guten Kauf damit macht,— wenn man nicht etwas Werth⸗ volleres zum Erſatz dafür bekommt.“
„und iſt Belehrung das nicht? Ich ſollte doch meinen.“ „„d8 nein,— nicht an und für ſich ſchon.— Was für ein eigenthümlicher Ort iſt das hier!“
„Was denken Sie von ihm?“ ſagte ſie, indem ſie das Fenſter öffnete, zu welchem ſie ſich Beide hinaus⸗ lehnten.
„Er mißfällt mir nicht, aber ich kann Ihnen nicht ſchmeicheln, weder indem ich ihn lobe, noch indem ich ihn herabſetze. Aber ſagen Sie mir, iſt die Kapelle eben ſo alt, als das Haus?“


