Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1853)
Entstehung
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fragen, iſt in Ordnung aber es wird ihm nie im Traume einfallen, mich zu heirathen. Sein Weib zu ſein, wäre ein allzu großes Glück..

O Gertrude, Gertrude.

Sie werden ihn am Sonntage ſehen, Mutter; warten Sie bis dahin, ehe Sie mich für albern halten. Jetzt will ich hinuntergehen und mit Pater Lifford Schach ſpielen. Mich matt zu machen, bringt ihn immer in gute Laune, und ich habe es jetzt gerade ſehr nöthig, daß er gut gelaunt ſei.

Trotz ihres noch fortdauernden Hinkens ging ſie doch mit ſchnellen Schritten in das Geſellſchaftszimmer. Ihr Weſen war ganz verändert ihre ruheloſe Achtloſigkeit war verſchwunden und ihre Mutter war in dem Glau⸗ ben beſtärkt, daß eine kleine Veränderung gut für ſie ſei. Sie verſtand die große Veränderung nicht, die ſie beinahe in ein anderes Weſen umgewandelt hatte, das Erwachen jener tiefen Macht, zu lieben, die bisher wie eine ungeöffnete Blume in ihrem Herzen gele⸗ gen war.

Adriau d'Arberg war in ſeiner frühen Jugend einer Verwandten von ihm ſehr zugethan geweſen, die im Alter von achtzehn Jahren an der Schwindſucht geſtorben war. Ihre Tugenden, ihre inbrünſtige Frömmigkeit und ihr einer Heiligen gleicher Tod hatte einen Eindruck auf ihn gemacht, der durch Nichts verwiſcht wurde, und ihr Andenken war mit jedem Zwecke und jedem Streben ſeines Lebens verknüpft geweſen. Sie war eine Deutſche, eines jener blonden, blaſſen Mädchen, deren Augen eine natürliche, an Melancholie grenzende Sentimenta⸗ lität haben. Ihre Gemüthsart war ruhig und ernſt. Es lag etwas zugleich Romantiſches und Religiöſes in ihrer Neigung zu ihm. Sie hatte eine Ahnung ihres frühen Todes gehabt und nie auf Erden ihr Heil er⸗ wartet. So oft er mit ihr von der Zukunft und ihrer Verbindung ſprach, ſchüttelte ſie den Kopf ohne Trau⸗ rigkeit, aber mit der tiefen Ueberzeugung, daß ſie es nicht erleben werde, ſein Weib zu ſein. Es lag etwas Hei⸗