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aber nicht ihre Seufzer. Dann erzählte ſie ihr auch von Adrian, berichtete ihr mit der größten Genauigkeit von ſeinen Blicken, ſeinem Weſen, wiederholte jedes Wort, das er geſagt hatte und meldete ihr, daß er am folgenden Tage nach Schloß Lifford kommen werde.
„Das mußt Du Pater Lifford ſagen, Liebe. Ich will nur ſehen, was Dein Vater dazu ſagt.“
„Wozu, Mutter? Dazu, daß Herr d'Arberg in die Kirche kommt? Sie wiſſen doch, daß die Kapelle am Sonntag Jedermann offen ſteht.“
„Ja, liebes Kind, aber wenn er kommt, ſo mußt Du ihn auch bitten, Etwas zu genießen.“
Allerdings,“ ſagte Geetrude mit ihrem heiterſten Lächeln,„wir durfen ihn nicht verhungern laſſen, und dann müſſen Sie ihn auch ſehen.“ 4
„O nein, liebe Gertrude, das kann ich nicht.“
„O Sie müſſen, liebe Mutter, es wird eine unbe⸗ ſchreiblich gute Wirkung auf Sie thun. Wie ſehr wünſche ich, ich hätte es ſchon lange übernommen, Sie zu leiten. Sie würden ſich ſeither viel beſſer befunden haben. Ich fange auch an, Pater Lifford zu lenken. Indem ich jetzt ein wenig hinke, kann ich ihn bringen, wozu ich nur immer will.“
„Ei, aber Gertrude, das iſt recht böͤſe von Dir.“
„Nein, nein, ich gebe mir nicht den Anſchein zu hinken, ich laſſe es nur ſehen. O wir könnten hier ſo glucklich ſein, wenn“— Hier hielt ſte inne und eine dunkle Wolke ging über ihr Geſicht hin. Nach einem Augenblick ſagte ſte:„Lady Clara würde gerne kom⸗ men und Sie beſuchen, wenn es Ihnen recht wäre, Mutter.“.
Lady Lifford wurde unruhig und ſagte:„Mein Kind, laß ſie nicht kommen. Ich könnte es nicht aus⸗ halten. Ich bin ihr ſehr dankbar für ihre Güte gegen Dich, aber ich kann ſie wirklich nicht zu mir kom⸗ men laſſen. Ich kann Niemand vor mich kommen laſſen. Ich habe die Kraft nicht dazu.“


