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ich meine, um Vieles beſſer deutlich machen, als ich es ausdrücken kann.“ 6„Ich möchte ſie lieber nicht leſen, liebe Lady⸗Bird; mag für Sie ganz gut ſein, ſolche Bücher zu leſen: * wich würde es nicht paſſen.“
6,Ich glaube, Sie leſen gar keine andern, als reli⸗ gidſg Bf er,“ rief Gertrude verächtlich aus.
8, wenn Moriz zu Hanſe iſt, ſo liest er alles Mögliche vor, während ich arbeite— Romane, Schau⸗ ſpiele, Gedichte; aber außerdem habe ich nicht viele Muße dafür. Und dann wird ja auch, wie Sie wohl wiſſen, unſere Siellung im Leben eine ſo verſchiedene ſein, daß das, was fuͤr Sie gut ſein mag, für mich nutzlos, oder ſchlimmer als nutzlos, ſein möchte.“
„Meine Stellung im Leben? Wie ſtellen Sie ſich die vor?— Als alte Jungfer im Schloß Lifford leben und ſterben? Oder vielleicht mich in ein Nonnenkloſter zurückziehen? Manchmal hatte ich eine ſolche Sehnſucht nach irgend etwas Neuem, daß ich beinahe ſchon an den letzteren Ausweg dachte. Ich wünſchte von ganzem Her⸗ zen, man hätte mich in eine Kloſterſchule geſchickt; ich wollte Tag und Nacht gearbeitet haben, um mich aus⸗ zuzeichnen und Preiſe zu gewinnen. Ein Reizmittel iſt etwas werth, und die Nacheiferung würde für mich ein mächtiges geweſen ſein. Klopft Ihr Herz nicht, erglüht Ihre Wange nicht, wenn Sie etwas recht Beredtes leſen? — eine der Stellen, die uns bis zur Mitte zwiſchen Himmel und Erde emporheben? Sie lächeln, Marie, und ich weiß, was Sie ſagen möchten. Nicht durch ſolche außerordentliche Erregungen ſteigen wir zum Himmel empor. Aber beſſer, auf irgend eine Weiſe aufſteigen, als an der Erde kriechen; geben Sie mir die Flügel eines Schmetterlings, wenn ich die eines Engels nicht haben kann. Sie verſenken ſich nie in etwas Anderes, als in Ihre Gebete; Sie brüten niemals über einem Buch oder denken träumeriſch über ein Gedicht nach; nur einmal habe ich Sie mit der Seele in den


