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1.-5. Bändchen (1853)
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Augen leſen ſehen; aber es war das Leben des heiligen Franz Paver, und das

O darin war genug deſſen enthalten, was ein weniger kaltes und hartes Herz, als das meinige, unter dem Leſen in einen inneren Brand verſetzen konnte und ſelbſt das meinige, ſtumpf wie es iſt, konnte nicht an⸗ ders, es mußte ſich an dieſen Flammen erwärmen.

Ich dacht' es doch, daß ich einen Funken von ver⸗ ſtecktem Enthuſiasmus durch dieſe Anſpielung hervor⸗ locken müßte. Doch, ſagen Sie mir, legt nicht Moriz einen Werth auf die Gegenſtände, wovon ich ſprach?

Eine leichte Wolke zog über Marien's Geſicht und ſie antwortete:

Ach, nur zu viel!

Warum zu viel, wenn nichts Unrechtes daran iſt?

Ich kann mich kaum deutlich ausſprechen, aber es ſcheint mir ſehr ſchwer, ſich ſo viel um jede Art von Schönem zu kümmern, und doch zugleich mit dem Lebens⸗ loos zufrieden zu bleiben, das uns beſchieden iſt.

Aber Moriz iſt Künſtler, oder glaubt es doch zu ſein, und ich habe geleſen und glaube auch es einzuſehen, daß ein Künſtler von dem Schönen jeder Art lebt, und daß Manchfaltigkeit und Erregung allein das Feuer lebendig erhalten kann, das ihn beſeelt, daß der Genius in einer Atmoſphäre dumpfer Eintönigkeit hinweg ſtirbt.

Aber ein ruhiges Leben iſt nicht nothwendig ein dumpfes, behauptete Marie.Ich hätte denken ſollen, daß ein Genius, und die Kunſt und alle die Dinge, wo⸗ von Sie ſprechen, einen Mann thätig und glücklich in ſich ſelbſt und im häuslichen Leben machen müſſen, be⸗ ſonders wenn

Wenn was, Marie? 3

Marie ſenkte ihr Haupt und flocht die langen Gras⸗ halme zuſammen, die zu ihren Füßen wuchſen; dann blickte ſie auf, ſah Gertruden in's Geſicht und ſagte: Beſonders, wenn er liebte und geliebt würde. Liebe! wiederholte Gertrude,Liebe muß etwas