Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1853)
Entstehung
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peinliche Sehuſucht, die ich darnach empfinde, kaum be⸗ greifen. Es iſt für mich zur wahren Leidenſchaft ge⸗ worden. Die Welt muß etwas ſo Schönes, ſo Bele⸗ bendes ſein!

Meinen Sie die Welt, die Gott geſchaffen hat, oder diejenige, die der Menſch erſchafft, nach Cowper's Unterſcheidung?

Ich meine die Welt, wie Gott ſie geſchaffen, wie der Menſch ſie geſchmückt hat, wie geiſtvolle Bücher ſie beſchreiben, und wie die Einbildungskraſt ſte ſich aus⸗ malt. Ich meine London, nicht wie Sie es ſahen, Marie, von einem kleinen Hauſe und in einer abgelegenen Straße und in ſeinem Werktags⸗ ⸗Kleid für Arbeit und Geſchäft, ſondern London mit ſeinem Luxus, ſeinem Reichthum, ſeinem Hof, ſeinem Parlament, und mit dem, was Karl Lamb ein größerer Dichter vielleicht, als Ihr Lieb⸗ ling Cowper ſeine Poeſie nennt. Und ich meine Paris mit all' ſeinem Glanz; Italien mit ſeinem ſtrah⸗ lenden Himmel, ſeinen Gemälden, ſeiner Muſik, ſeinen Ruinen, ſeinen Kirchen. Ich meine die Alpen mi ihrem ewigen Schnee. Ich meine das Meer mit ſeinen ruheloſen Wogen. Ich meine Politik, Literatur, Thea⸗ ter und Geſellſchaft und Alles, was Wechſel, Leben, Geiſt und Bewegung aufzuweiſen hat. Dieß iſt's, wor⸗ nach ich in Büchern ſuche, wornach ich verlange, wor⸗ nach ich mich abquäle; und was ich nimmermehr ge⸗ nießen werde.

Sie ſehen wie ein Kind aus, Lady⸗Bird, aber Sie reden nicht wie ein Kind; nein, gar nicht ſo wie das junge Mädchen, das Sie waren. Wie kommen Sie zur Kunde von allen dieſen Dingen, wie zu Ihren Wün⸗ ſchen darnach? Ich habe mehr von der Welt geſehen als Sie, aber die Dinge darin haben meine Gedanken kaum berührt. 4 3Bücher, Marie, Bücher erzählen mir gar Vieles und geben mir ſeltſame äel⸗ voll Schmerz und Ver⸗ gnügen. Sie wiſen nnd wie viel ich leſe manch⸗