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„Und iſt er noch immer ein ſchwärmeriſcher Freund der Poeſte? Hat die Muſik ſte nicht bei ihm in den Hintergrund gedrückt?“
„O nein! er denkt gleich Shakespeare, daß
Muſik und ſüße Poeſie*
Zuſammenſtimmen, wie nur je
Die Schweſter und der Bruder;“ je mehr er die eine ſtudirt, deſto mehr entzückt ihn die andere. Als ich in London war, brachte er mir faſt jeden Abend etwas von dieſer Gattung zum Leſen. Es war lieblich, dort von Feldern, Wäldern und Bächen zu ver⸗ nehmen. Nur hätte es mir die Sehnſucht eingeflößt, wieder nach Hauſe zu kommen, wenn er auch zugleich mitgekonnt hätte.“
„Dann wiſſen Sie alſo, was es heißf. eines Ortes ſo muͤde zu ſein, daß man ſogar ſeinen Anblick haßt?“
„Nein, das doch auch nicht ganz. Ich haßte London nicht, nur gefällt mir das Land viel beſſer.“
„Und ich würde geben, was man nur verlangte, um nach London zu kommen. Es iſt zu armſelig, in der That, es nie geſehen zu haben.“
„Sie können ſich kaum vorſtellen, wie ganz anders dort Alles iſt, als in Stonehouſeleigh, oder ſelbſt in Lancaſter, Cheſter oder jeder andern Stadt in unſerer Nachbarſchaft.“
„Je weniger es dieſem Theile der Welt gleich ſieht, deſto beſſer würde es mir gefallen. Der dickſte Londoner Nebel, wovon man ſo viel ſpricht, würde mir lieblicher erſcheinen, als der ſchönſte Tag in Schloß Lifford.“
„Es macht mich traurig, Sie auf dieſe Weiſe von Ihrer Heimath ſprechen zu hören.“
„Meine Heimath!“(Ol„Welche Welt voll tiefen Grams ſtieg auf in den ſchattigen Tiefen dieſer tief⸗ dunkeln Augen,“ als ſie das Wort im ernſteſten Tone wiederholte.)„Sie, die Sie Veränderung in Ihrem Leben gehabt haben, Marie, und zwar, bevor Sie nur ſich darum bekümmerten oder es wünſchten, können die


