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au bewußt war, auf dieſe Weiſe ſich das Recht zu erwerben, die wenigen Tage eines hinſchmachtenden Lebens zu verſüßen, und ein Lächeln auf den bleichen Lippen des Sterbenden zu erblicken, wenn er ſeinen kleinen Knaben ſie Mutter nennen hörte.
Jedermann ſagte, daß es Frau Grey gleich ſah, eine ſolche Che einzugehen, und es war richtig. Es ſah ihr vollkommen gleich, ob nun diejenigen, die es ſagten, dabei die Achſeln zuckten, oder eine Thräne im Auge hatten. Sie brachte viele Opfer und arbeitete angeſtrengt auf verſchiedene Weiſe, um mit ihrer kleinen Einnahme auszureichen. Moriz nannte ſie immer ſeine Mutter, und ſo lange ſie Kinder waren, war es bei⸗ nahe unmöglich, ihm und Marie begreiflich zu machen, daß ſie nicht Bruder und Schweſter ſeien. Das große Dorf oder die kleine Stadt Stonehouſeleigh, wo ſie lebten, war etwa eine und eine halbe Meile vom Schloß Lif⸗ ford entfernt. Es beſtand aus einer langen Straße, an deren einer Seite daſſelbe Waſſer floß, das den Garten jenes Schloſſes beſpülte, und ſich jetzt zu einem Fluſſe erweitert hatte; an der andern Seite ſtiegen einige Hügel empor, nach deren luftigen Höhen und ſonnigen Plätzchen eine reiche Fülle von Ginſter und Haide⸗ Kraut, ſüß duftendem Thymian und glänzenden Brom⸗ beeren die Schritte kleiner Wanderer aus dem Städtchen hinanzogen..
Das Häuschen der Frau Redmond ſtand vor dem Dorfe draußen an der Landſtraße. Jeder Zoll des kleinen Gartens, der es von der Straße trennte, war mit Blumen bepflanzt, Flieder und Bohnenbaum, Gaisblatt und Schneeball, Georgine und Herbſtroſe folgten einander in endloſer Manchfaltigkeit. Winde und Jelängerjelieber kämpften miteinander, Aſter und Nelken drängten fich. Die Blumen verengten die Pfade des Gärtchens und klommen an den Fenſtern hinan. Auch Roſen in aller ihrer reichen und unend⸗ lichen Manchfaltigkeit, doch nicht die hektiſch bleiche
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