Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1853)
Entstehung
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ſtänden ſchweigſam zu verhalten, gab Gertrude oft ihren Gefühlen Raum, wenn ſie ſich in Geſellſchaft des ein⸗ zigen Geſpielen befand, den der Zufall in ihre Umge⸗ bung gebracht hatte. In früher Jugend bedrohte eine ſchwere Krankheit ihr Leben, und während ihrer Wieder⸗ erholung hatte der Arzt darauf gedrungen, daß ſie mehr in Geſellſchaft mit anderen Kindern gebracht würde, als auf das einzige Mittel, die allzufrühe Entwickelung ihres Geiſtes zurückzuhalten, und ſie von dem nnabläſſigen Leſen abzulenken, das ihre geiſtige und körperliche Kraft reißend erſchöpfte. Der Pater Lifford, dem die Frage vorgelegt wurde, äußerte die Anſicht, daß Marie Grey, ein kleines Mädchen von einem oder zwei Jahren mehr als Gertrude, die Tochter einer Wittwe, die in dem nahen Dorfe Stonehouſeleigh lebte, und mit der er vor mehreren Jahren bekannt geworden war, die paſſendſte Aushülfe für einen ſolchen Fall darbieten möchte. Er hatte bemerkt, wie ſorgſam ſie ihr Kind erzog, und ebenſo dasjenige, das ihr zweiter Mann ihrer Liebe vermacht hatte, als er nach einer Ehe von wenigen Monaten ſtarb, und ſie ärmer als zuvor, und mit der Obliegenheit, zwei Kinder ſtatt eines zu erhalten, hinterließ.

In der That waren diejenigen, welche Frau Grey am beſten kannten, der Anſicht, daß ſie nicht aus Un⸗ wiſſenheit oder Sorgloſigkeit ſich entſchloſſen hatte, Moriz Redmond zu heirathen, einen armen Künſtler, deſſen Angeſicht das Gepräge der Auszehrung trug, deſſen Herz über den Verluſt eines ſchönen jungen Weibes, einer italieniſchen Sängerin, beinahe gebrochen war, und deſſen letzte Tage von der ängſtlichen Beſorgniß um ſeinen kleinen Sohn verbittert wurden, ſondern daß es mehr Mitleid, das mit der Liebe verwandt iſt, als irgend eine romantiſchere Triebfeder geweſen war, was ihr Herz ge⸗ rührt und ihr Gefühl in Anſpruch genommen hatte; daß ſie wohl wußte, wie wenige glückliche Tage ihrer warteten, wenn überhaupt neben einem ſolchen Wiſſen ein Gedanke an Glück möglich iſt aber daß ſie ſich