Teil eines Werkes 
5.-7. Bändchen (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

199

ließen die Akacien ihre ſchneeigen Gewinde über den Raſen ſchweben, unter welchen Vater Francesco ge⸗ legt worden.

Schluß.

Die Glocken der Pfarrkirche ertönten luſtig, als ein Reiſewagen die Allee von Schloß Grantle y hinan⸗ fuhr, und eine Gruppe neugieriger Geſichter unter dem Hauſe, wo er anhielt, verfammelt ſtand, um die An⸗ kommenden zu bewillkommnen. Mr. Thornton war da mit ſeinem goldbeknopften Rohr, ſeiner ausgeſtreckten Hand und ſeinem willfährigen Lächeln: ſeine Frau be⸗ ſchrieb was ſie Alle fühlten bis zu dem Augenblick, wo der Wagenſchlag ſich öffnete, dann aber fühlte ſie zu viel, um etwas zu beſchreiben. Während Mr. Syd⸗ ney über die ſpäte Stunde ſeufzte, die Achſeln zuckte über die zahlloſen Koffer, die er anſichtig wurde, hatte Mrs. Sydney ſich in das Haus zuruͤckgezogen und lehnte ſich blaß und athemlos an das Fenſter der Halle, kaum fähig die Aufregung dieſes Augenblicks zu ertra⸗ gen. Margaret lag noch vor ihrem theuern Walter in den Armen der Matrone, und der Ton, womit ſie, als ſie ihren Hals umſchlang, flüſterte:Wünſchen Sie mir Glück, theuerſte Mutter! ich liebe ihn und er lieot mich mehr als je, und Jedermann weiß es jetzt, erregte in ihr eine jener ſeltenen freudigen Aufregungen, welche im Leben der Menſchen nicht oft vorkommen, für welche ſie ſich ihre ganze Lebenszeit hindurch dank⸗ bar fühlen und die ihre Herzen mit einer wunderſamen Ueberraſchung und einem noch wunderſameren Glück er⸗ füllen. O Hoffnung und Furcht! o Freude und Leid! ihr ſchaffet tief und furchtbar in der menſchlichen Seele, und wenn ihr auf das Gemüth einer Mutter einwirkt, ſo ſeid