verwelkten Wangen hinabfloſſen,„ſo werden Sie ſie er⸗ hören— Sie werden ſie gewähren. Ich bin vermählt, Vater, ich bin vermählt! und Edmund Neoville iſt mein Gatte. Ich habe ihn hier am Fuße meines Bettes, an meiner Seite geſehen. Sein Arm hat mich umſchlungen. Ich habe ſeine Küſſe auf meiner Wange und ſeine Thrä⸗ nen auf meiner Stirne gefühlt. Er wird zurückkehren— er wird noch einmal an die Seite dieſes Beites kommen. Ich weiß nicht wann— heute Nacht oder morgen, oder noch ſpäter; aber ich weiß, er wird kommen, um das an⸗ zuſehen, was er einſt liebte— um von den kalten Lippen Vergebung, von der Todten Verzeihung zu erflehen— und dann wird Niemand da ſein, um zu ſagen: ſie ſegnete Sie— ſie betete für Sie— ſie liebte Sie bis zu ihrem letzten Augenblick. Vater! Sie müſſen da ſein, wenn er Wenmt. Sie müſſen ihn ſegnen. Wollen Sie, Vater? Wenden Sie ſich nicht abe
„Ich will für ihn beten, mein Kind,“ antwortete der Prieſter mit gebrochener Stimme.
„O, Sie müſſen ihn auch ſegnen, Vater— Sie müſſen mir verſprechen, ihn zu ſegnen, oder ich kann nicht in Frieden ſterben. Sagen Sie ihm, daß ich nie einen Andern als ihn geliebt habe. Er dachte, ich ſei ihm ein⸗
mal ungehorſam geweſen— ich war es nie. Sagen Sie
ihm dies und bitten Sie ihn, das zu bewahren.“ Sie zog von ihrem Finger den kleinen Ring, den ihre Thrä⸗ nen ſo oft benetzt hatten.„Er iſt in der Nähe meines Herzens geweſen, ſeit wir uns verheirathet haben. Ich habe nie einem andern Menſchen als Ihnen geſagt, daß wir vermählt waren. Ich weiß nicht, warum ich hier bin. Ich glaube, ich habe den Verſtand verloren und wurde hierher gebracht. Tröſten Sie meinen Vater und meine Schweſter. Sagen Sie ihnen, wie h ſie liebte; aber ſagen Sie ihnen nicht, daß ich vermählt war— außer Sie ſollten— außer Sie müßten— mein Kopf wird ſchwach und verworren!— Aber wenn ſie mich


