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feierlich den entſprechenden Segen aus. Sie hörte ihn— ſie zitterte— ſie haſchte nach Athem, ſtreckte ihre Arme aus, rief:„Vater!“ und fiel dann in Ohnmacht. Als ſie wieder zum Leben kam, ſtand Mrs. Atkinſon neben ihr und wuſch ihre Schläfe. Ihre Augen ſuchten Vater Frantesco und begegneten ſeinem ruhigen, trauervollen Blicke. Ein Strahl von Licht war auf dieſes Bett des Kummers und, wie er befürchtete, der Schande gefallen, und er hatte hier das einzige Weſen geſehen, das er auf Erden liebte. Jetzt fürchtete er in der That keine anderen Prüfungen mehr, denn das Leben konnte keinen ſolchen Jammer, und der Tod kein ſolches Leiden bringen. Es war kein Zorn in ſeinem Geſicht oder in ſeinem Herzen; nichts als eine tiefe Betrübniß und ein großes Mitleid. Die Thränen rollten langſam über ihre eingeſunkenen
Wangen hinab; ſie nahm ſeine Hand in die ihrige und
er zog ſie nicht zurück. Zweimal machte er einen vergeb⸗ lichen Verſuch zu ſprechen. Endlich ſagte er:„Der Him⸗ mel ſegne Dich, mein Kind! Du biſt verloren geweſen, aber wieder gefunden worden. Wenn Deine Sünde groß iſt, ſo iſt Gottes Barmherzigkeit noch größer.“ Sie er⸗ hob ihre Hand an ihre Stirne und taſtete, wie ſie in ihrem Fieberwahnſinn gethan hatte, ängſtlich nach dem Bande an ihrem Halſe. Ihr Auge fiel auf ihren Finger, an welchen Edmund den Chering geſteckt hatte. Eine ſchwache Röthe ſtieg in ihre Wangen. Sie winkte Vater Francesco näher zu kommen, und dann flüſterte ſie ihm zu:„Ich habe ſchwer geſündigt, aber nicht wie Sie den⸗ ken. Vater! ich bin verheirathet, und ich ſterbe, weil ich meinen Glauben nicht verlaſſen wollte.“
Thränen der Dankbarkeit ſprangen in Vater Fran⸗ cesco's Augen, als er ſie zum Himmel erhob, und er ant⸗ wortete feierlich:„Es iſt genug, mein Kind, ich glaube es; und wenn der Menſch Dich getäuſcht hat, meine Gi⸗ nevra, ſo wird Gott Dich aufnehmen.“
Sie fiel auf das Kiſſen zurück, ſeine Hand noch im⸗


