Teil eines Werkes 
5.-7. Bändchen (1851)
Entstehung
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Leidenſchaft unterworfen und jede Tugend geübt worden iſt. Sein Kopf glich einem jener Gemälde von alten Heiligen, deren runzelige Brauen und verwelkte Zuͤge den Stempel einer überirdiſchen Schönheit tragen. In ge⸗ brochenem Engliſch fragte er ſeine Führerin Emiges über die Perſon, die er beſuchen ſollte, konnte aber weiter nichts erfahren, als daß ein reicher Gentleman, Namens Neville, ſie zu Mrs. Atkinſon gebracht, ſich ſelbſt bis zum Mor⸗ gen im Hauſe aufgehalten, und Doktoren für ſie beſchickt, und die Zimmerleute im nächſten Hauſe dafür bezahlt habe, daß ſie ihre Arbeit einſtellten. Sie fügte hinzu, die Magd der Mrs. Atkinſon, welche zuweilen ins Krankenzimmer ge⸗ kommen ſei, vermuthe, daß ſie etwas ſehr Schreckliches ge⸗ than habe, das arme Ding, denn in ihrem Fieberwahn⸗ ſinn befehle ſie ihnen immer, nichts zu ſagen, und frage, ob Jemand wiſſe, wer ſie ſeiz dann ſuche ſie etwas, be⸗ fühle ihren Hals und rufe plötzlich:Er hat ihn hinweg⸗ genommen, gebt ihn mir zurück gebt ihn mir zurück.

Iſt der Herr ein Katholik? fragte der Prieſter.

Marta glaubte nein, konnte es aber nicht gewiß

ſagen⸗ Wußte er, daß ſie nach einem Prieſter geſchickt hatte? fragte er wieder.

Er ſei einige Stunden vorher weggegangen, und werde erſt den Abend zurück erwartet, antwortete ſie und deutete auf das Haus, das ſie beinahe erreicht hatten. Mrs. Atkinſon ſtand an der Thüre, und als der Prieſter zu ihr hinauf kam, empfing ſie ihn höflich und ſagte, in⸗ dem ſie ihn in das Geſellſchaftszimmer rief, die junge Perſon, die nach ihm geſchickt habe, ſei eingeſchlafen, und der Doktor habe gewünſcht, daß ſie nicht geſtört werde. Wenn jedoch Sr. Hochwürden im vordern Zimmer war⸗ ten wolle, ſo würde ſie bei der Hand ſein und ihm zu wiſſen thun, ſobald ſie erwache. Er wurde demgemäß die Treppe hinauf gewieſen, und da Mrs. Atkinſon in das nächſte Zimmer glitt, welches beinahe dunkel war, ſo blieb