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Schutz ſuchſt, dann wird dieſes Elend zur Unbedeutſamkeit zuſammenſinken, im Vergleich mit der Qual, die ich er⸗ leiden werde. Ich kann kaum meinen Gefühlen gebieten oder meine Sinne beherrſchen, wenn ich daran denke, daß weiter nichts als eine halsſtarrige Anhänglichkeit an einen bigotten Glauben zwiſchen uns ſteht und zwei Herzen trennt, welche die Liebe und die Religion ſelbſt vereinigt haben. Aber warum ſpreche ich von Liebe? Du haſt mich nie geliebt, wie ich Dich liebe; Du haſt nie geduldet wie ich, ſonſt wäre ich jetzt nicht genöthigt, ſo ernſt auf etwas zu dringen, was Du ſchon längſt gewährt haben würdeſt, wenn Du wirklich auch nur ein Theilchen der Liebe für mich hegteſt, die ich Dir weihe. Aber jetzt, be⸗ vor Du das Signal auf unſer Schickſal drückſt, bedenke, daß in meiner Familie Drohungen leider nicht eitle Worte ſind. Ein furchtbares Beiſpiel hat es ſo eben bewieſen, und Du wirſt in bittrer Erfahrung finden, daß die meini⸗ gen buchſtäblich ausgeführt werden, wenn Du mich zur Verzweiflung treiben ſollteſt. Bilde Dir keinen Augen⸗ blick ein, daß Du andere Leute um Rath fragen oder Dei⸗ ner eigenen Familie in dieſer Sache Dich anvertrauen könneſt. Die leiſeſte Andeutung auf den wirklichen Stand unſeres Verhältniſſes kann die furchtbarſten Folgen nach ſich ziehen. Niemand außer mir vermag die verzweifelte Verwicklung meiner Stellung zu ermeſſen, und der unbe⸗ deutendſte Schritt, den Du in dieſer Sache thuſt und wo⸗ mit Du das unbedingteſte Stillſchweigen brichſt, wird das Werk der Vernichtung ſo gründlich vollführen, wie wenn Du unſere Ehe vor der ganzen Welt verkündet hätteſt. Und dieß, ich wiederhole es, dieß kannſt Du thun und Du wirſt es thun, wenn es Dir gleichgüttig iſt, was aus mir wird, oder wenn Dir nichts daran liegt, mich wie⸗ derzuſehen. Ginevral wenn Du mir ſch eibſt, zu Dir zu kommen, wenn Du mit der Einfachheit eines Kindes und der Zärtlichkeit eines Weibes Dich mir übergibſt und, wie die Schrift ſelbſt es gebietet, in Sanftmuth und Unter⸗


