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legung empfohlen habe, wenn ich Dich anflehte, zu der Religion Deines Gatten und Deines Landes überzutreten, durch das Teſtament meines Vaters um's Zehnfache ge⸗ bieteriſcher geworden ſind. Um es kurz zu ſagen, es übrigt uns keine andere Wahl mehr, als dieſe Nachgiebigkeit von Deiner Seite, oder ein ſolches Verderben und Eiend für uns Beide, daß ich nicht mit ruhigem Blute daran denken kann. Ich will mich nicht von Neuem auf das Feld ein⸗ laſſen, das wir früher ſchon ſo oft betreten haben. Ich will bloß wiederholen, daß das, um was ich Dich erſuche, keine Verletzung gegen die Moral enthält; daß Du Dich dadurch keiner Untreue gegen den Dienſt Deines Schöpfers ſchuldig machſt, dieſen Dienſt, den jedes vernünftige Ge⸗ ſchöpf ihm ſchuldet, der aber ſeinen Ausdruck in der einen beſtimmten Form ſo gut wie in der andern findet, je nach der unendlichen Verſchiedenheit und den Zufälligkeiten des Clima's, des Charakters und der Geſellſchaft, welche dazu beitragen, eine Anzahl von Religionen hervorzubringen, die alle aus einer und derſelben Quelle entſpringen, einem und demſelben Ziele zuſtreben, für Alle gemeinſchaftlich und für Alle nothwendig ſind. Du haſt die Glaubens⸗ ſätze, an denen Du jetzt feſthältſt, von Jugendlehrern em⸗ pfangen, deren Sympathien gänzlich verſchieden ſind von den Sympathien desjenigen Landes, das jetzt Deine Hei⸗ math geworden iſt und worin meine Intereſſen und Pflich⸗ ten ſich concentriren. Wie kannſt Du in Deinem Alter den zuverſichtlichen Glauben haben, daß das, woran Du jetzt glaubſt, nicht bloß die Wahrheit, ſondern auch die einzige Wahrheit ſey? Warum kannſt Du nicht die reli⸗ giöſen Ueberzeugungen Deiner Familie, Deiner Freunde und einer Perſon, welche Dir, wenn Du mich in dieſem Punkte nicht getäuſcht haſt, theurer iſt als die ganze übrige Welt, annehmen? Willſt Du Dich der Gefahr ausſetzen, mich in der vollen Bedeutung des Wortes zu ruiniren, weil Du glaubſt, daß Deine Jugendlehrer beſſer unter⸗ richtet und mehr erleuchtet waren als dieſe Freunde, von


