Teil eines Werkes 
5.-7. Bändchen (1851)
Entstehung
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Gedanken zu der Periode zurück und führten ihr eine Maſſe von Umſtänden vor Augen, die ſich auf dieſen einen be⸗ zogen. Sie konnte ihre Blicke nicht von dem Papier ab⸗ wenden, und, ungewohnt ihre Aufregung zu beherrſchen, verrieth ſie dieſelbe ſo ſichtlich, daß Maud rief:

„Nun, nun, mein liebes Mädchen, warum werden Sie denn ſo ſcharlachroth und ſehen dabei aus, wie wenn Sie weinen wollten? Ich bin heute ſehr unglücklich mit meinen Bemerkungen. Jede Minute gerathe ich in die eine oder andere Patſche. Iſt es der Anblick der ehrba⸗ ren Miene Ihrer Schweſter, was Ihnen das Blut in Ihre Schläfe ſowohl als in Ihre Wangen jagt? Wenn man Sie über einer Zeichnung von Mr. Neville's hübſchem Geſichte ertappt hätte, Sie hätten nicht verzweifelter errö⸗ then können. Kommen Sie, Margaret, ſeien Sie nicht kindiſch; iſt dieß Ihre Zeichnung, wie nach Ihrer Ver⸗ ſicherung alle zuſammen von Ihrer Hand ſind, oder hängt irgend eine Geſchichte mit dieſem eigenthümlichen Kunſt⸗ werke zuſammen?

„O, es iſt nichts,“ ſagte Margaret mit einem er⸗ zwungenen Lächeln.„Legen Sie ſie alle wieder hinein, Maud, wir müſſen jetzt gehen.“

„Sie ſind heute ſehr launiſch, Margaret; laſſen Sie mich dieſes wunderbare Bild Mr. Sydney zeigen, ich höre ſeine Stimme im Bibliothekzimmer.“

„Nein,“ antwortete Margaret mit Ungeſtüm,„geben Sie her, Maud— geben Sie her, ich bitte Sie!“ Ihre Geberde war ſo gebieteriſch und ihre Stimme ſo flehend, daß Maud ohne weitern Streit die Zeichnung hingab und blos mit einem Ausdruck der Ungeduld die Achſeln zuckte, indem ſie murmelte:.

„Nun, es iſt klar genug, daß irgend eine Geſchichte damit zuſammenhängt und zwar eine lange, ſo lang wie Mr. Thornton's längſte. Sputen Sie ſich, Margaret,“ fügte ſie laut hinzu, als Walter ſich dem Tiſche näherte;

Schloß Grantley, II. 2