Teil eines Werkes 
5.-7. Bändchen (1851)
Entstehung
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glückſeligen Nacht gelaſtet, und wild war der Tumult der Aufregung, der darauf folgte.

Als Gineora an dem ſo oft berührten Morgen mit Mr. Warren das Zimmer verlaſſen hatte, zeichnete ſie mit fieberiſchem Eifer, und ihre Bruſt überwallte von ſchmerz⸗ lichen Empfindungen; ſie konnte ſich ihre eigenen Gefühle nicht erklären, ebenſo auch keinen Verhaltungsplan für die Zukunft entwerfen, und allen ſcherzhaften Fragen oder ernſthaften Bemerkungen Maud Vincents vermochte ſie nichts als ein düſteres Schweigen entgegenzuſetzen.

Maud, die bei aller Schalkhaftigkeit gutmüthig war und ihr ein wirkliches Mitgefühl widmete, gab zuletzt den verzweifelnden Verſuch auf und indem ſie haſtig ein Porte⸗ feuille mit Zeichnungen ergriff, welches Margaret auf den Tiſch gelegt hatte, begann ſie mit ſorgloſer Ungeduld die Blätter zu überſchlagen. Eines von ihnen ſchien ihr mehr Aufſchluß zu geben, als alle andere zuſammen; ſie hielt es an's Licht und betrachtete es aufmerkſam. t

„Wer hat dieſes Bild von Ginevra gezeichnet?“ fragte ſie endlich.

„Was meinen Sie? es iſt meines Wiſſens kein Bild von ihr da,“ antwortete Margaret verdrießlich, denn ſie ärgerte ſich über die Hartnäckigkeit, womit Maud dieſen Gegenſtand von nunmehr ſp herber Peinlichkeit zu berüh⸗ ren ſchien.

„Nun, wenn das kein Portrait iſt, ſo weiß ich nicht was es ſein ſoll,“ rief ſie und warf die Zeichnung vor Margaret's Augen.

Die Aehnlichkeit war ſo ſchlagend, daß Niemand ſie leugnen konnte, und im Anfang betrachtete Margaret die Skizze mit einer Art wirrer Verwunderung; aber im näch⸗ ſten Augenblick durchzuckte eine ganze Kette von Erinnerun⸗

gen ihren Geiſt— es war ihre eigene Zeichnung, ver⸗ eſſert und verändert von Edmund Neville an dem Abend,

als Ginevra's bevorſtehende Ankunft auf Grantley ange⸗ kündigt worden war. Schnell wie der Blitz flogen ihre

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