feſten Entſchloſſenheit, womit Andere gegen ihre ſchlechten Leidenſchaften in's Feld ziehen, oder vielleicht überredete er ſich ſelbſt, daß er ſowohl um ihrer als um ſeiner ſelbſt willen auf ihre Zuſtimmung drängen und ſie ſogar zwin⸗ gen müſſe, in die einzige Verhaltungsweiſe zu willigen, welche ſowohl ſie als ihn ſelbſt in eine ſolche Stellung verſetzen würde, worin er ſie zu ſehen wünſchte, wenn ſei⸗ nem Stolze Genüge geſchehen und er ſich wirklich glücklich fühlen ſollte.
Auf Schloß Grantley war es in dieſer Woche ſehr luſtig zugegangen; ſo wurde es unter den Nachbarn er⸗ zählt, ſo ſtand es in den Zeitungen der Provinz zu leſen. In der einen Nacht war ein Ball geweſen und man hatte bis zum Tagesanbruch getanzt, in einer andern Nacht wa⸗ ren Charaden aufgeführt worden und die holden Töchter des gaſtfreundlichen Beſitzers(ſo lautete der Artikel) hatten einen auserwählten Zuhörerkreis durch ihre verſchiedenen Talente für Muſik, Spiel und ſceniſche Pantomime ent⸗ zückt, in welchen graziöſen Beluſtigungen die liebenswür⸗ digen Töchter des Grafen von Donnington und alle faſhio⸗ nabeln jungen Männer der Nachbarſchaft ihnen Geſell⸗ ſchaft geleiſtet hatten. Die erſte Unterbrechung, welche die Unterhaltungen auf dem Schloſſe erlitten hatten, war durch die plötzliche Abreiſe von Mr. und Mrs. Warren in Folge der unerwarteten Kunde von Mr. Neville's Tod herbei⸗ geführt worden. Am Morgen nach dem Ball zog er Gi⸗ nevra auf die Seite und theilte ihr die Nachricht mit, die vorausſichtlich ſo entſcheidend auf ihr künftiges Schickſal einwirfen mußte. Erſchüttert und aufgeregt blieb ſie ſtill und ſah ihn abreiſen, ohne daß ſie die Frage zu ſtellen wagte, die auf ihren Lippen zitterte, aber nicht über die⸗ ſelben kommen zu können ſchien, ob wohl dieſes Ereigniß die Schwierigkeiten auf Edmunds Pfad beſeitigen oder we⸗ nigſtens erleichtern werde.
Ddiie darauf folgenden Tage banger Erwartung waren beinahe unerträglich, und Ginevra mußte die ganze That⸗
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