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Geſicht die ſchreckliche Aufregung ſeiner Seele nicht ver⸗ bergenz hätte ſie ihre Augen erhoben, ſo hätte ſie es bemerken müſſen, aber ſie blickte ſtarr ins Feuer und fuhr fort:
„Wenn Du Deine gegenwärtige Stellung mit der Zuſtimmung Deines Gewiſſens annehmen kannſt—“
„Anna,“ rief er heftig,„Anna, ich habe keine Ge⸗ duld für eine ſolche Sprache, und wenn Du es je wagſt, wieder in dieſer Weiſe mit mir zu ſprechen, ſo ſind wir auf immer geſchieden. Es thut mir leid, daß du Deine Abſichten nicht erreichſt,“ fügte er mit bitterem Hohnlächelu hinzu. Du hatteſt ohne Zweifel Charles Neville mit der erſten Nachricht von ſeinen künftigen Ausſichten und mit Erfolg dieſer Deiner ſchweſterlichen Miſſion zu er⸗ freuen gedacht, aber ich bin genöthigt Deine Heffnungen zu täuſchen und Deine großartigen Pläne zu meinen und ſeinen Gunſten zu vereiteln.“
Dieſe ziemlich deutliche Anklage gab Anna Neville auf einmal ihre gewöhnliche Selbſtbeherrſchung wieder. Sie wurde ſo ruhig, wie man es nur durch Verachtung werden kann, und ſie ſchaute ihren Bruder mit einem Ge⸗ fühle des Mitleids an, das ihr jede geringe Aufregung benahm. Sie antwortete kalt:
„Ich will einen Vorwurf nicht zurückweiſen, welcher entweder die Aufwallung einer kindiſchen Ungezogenheit, oder ein Beweis iſt, daß Du ſchlechterdings nicht im Stande biſt, einen Charakter oder Gefühle zu würdigen, mit welchen eine mehr als zwanzigjährige Erfahrung, die Erinnerungen der Kindheit und der Umgang reiferer Jahre Dich hätten bekannt machen können. Daß Du eine bit⸗ tere Zuthat in meinen gegenwärtigen Becher des Kum⸗ mers geworfen und wie mit einem Strich das holde Ver⸗ trauen der Liebe verwiſcht haſt, welches einſt zwiſchen uns beſtanden, das mag Dir mit der Zeit Reue verurſachen, und wenn Du je— geh nicht, bis ich dies geſagt habe, denn ich muß es ſagen und werde Dich dann ſogleich von meiner Gegenwart befreien— wenn Du je fühlen ſollteſt/


