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ſaß und ihn wie gewöhnlich mit einem ängſtlichen Aus⸗ druck beobachtete.
„Um's Himmelswillen, Anna,“ rief er haſtig,„folge mir nicht immer in dieſer ſtillen Weiſe und mit dieſem traurigen Geſichte im Hauſe umher. Ich wünſche allein zu ſein und—“.
„Edmund,“ unterbrach ſie ihn ſanft,„ſchicke mich nicht ſo unfreundlich hinweg. Bruder, theurer Bruder 11
Sie legte ihre Hand auf ſeine Schulter und brach ihacheuen aus; ſie faßte ſich jedoch ſchnell wieder und fuhr fort:
„Ich habe in der letzten Zeit viel gelitten, ſonſt würde ich nicht ſo ſchwach ſein; aber Edmund, ich muß mit Dir ſprechen; ich muß Dich anflehen, mit mir Geduld zu haben.“
„Gibt es etwas, worin ich Dir dienen kann, Anna? In dieſem Falle ſage es ſchnell heraus. Es gibt nichts, was ich nicht für Dich oder meine Mutter thun würde.“
„Nein, Edmund, ich möchte gern von Dir ſelbſt ſprechen und— t—
„Dann erſuche ich Dich zu ſchweigen.“
„Ich möchte um Deiner ſelbſt willen ſprechen,“ ſagte ſie feſt und ihre Selbſtbeherrſchung wieder gewinnend. „Glaube mir, daß Wahrheit und Offenheit, ſowie ein ehrlicher Entſchluß Deine Intereſſen weit beſſer fördern würde, als“— ſſie ſchien über das zu wählende Wort nicht im Klaren zu ſein— als Rückhaltung.“
„Ich verſtehe Dich nicht,“ erwiederte er in hochmü⸗ thig kaltem Tone.
„Kannſt Du mich nicht verſtehen,“ fuhr ſie, ohne ihn anzuſehen, fort;„wenn Du es wirklich nicht kannſt, nun dann danke ich Gott dafür. Wenn fortan Dein Weg ein⸗ fach und klar, wenn in Deiner Bruſt kein Kampf iſt, ob⸗ ſchon ſie nicht von Leiden frei ſein mag— wenn kein unwiderruflicher Schritt gethan worden iſt—
Er wandte ſich wild um und dießmal konnte ſein
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