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den Schmerz und mein gequältes Gehirn zu erleichtern, wahre es Dich nur einen Seufzer oder eine Thräne oſtet“—
„O,“ rief ſeine Nichte, indem ſie zu ſeiner Seite auf die Kniee ſank,„wenn ich ihn auch nicht liebte, ſo möchte ich Dir gehorchen und nicht zittern, aber“—
„Du liebſt ihn; Dein Herz gehört ihm und nichts hält Dich ab, als eine unklare Beſorgniß“—
„Eine namenloſe Angſt!“ murmelte ſie.„O Vater Francesco! Vater Francesco!“
„Du weißt, daß Edmund Dir die freie Ausübung Deiner Religion verſprochen hat, daß er Deinen Glau⸗ ben in Ehren hält. Ginevra, meine Kraft ſchwindet dahin. Höre meine ſterbende Bitte. Nenne Hartnäckig⸗ keit nicht Gewiſſen, Eigenſinn nicht Selbſtaufopferung.“
Eine Veränderung trat auf ſeinem Geſichte ein, ein Ausdruck ſo inniger Angſt, daß das arme Kind an ſeiner Seite nicht länger widerſtehen fonnte, ſondern in gebrochenen Tönen murmelte:
„Thue mit mir, wie Du willſt, Onkel Leonardo.“
In dieſem Augenblick trat Edmund Neville zu ihnen, die bleiche dünne Hand Leonardo's ergriff die ſeinige und mit ſchwacher Stimme ſagte er:
„Sie hat verſprochen.“
Der Freudeſtrahl in ſeinen dunkeln Augen, das Entzücken, womit er ihr dankte, die leidenſchaftliche Weiſe, womit er ſein Glück kund that, der ruhige Blick, womit ihr Oheim den Kopf auf das Kiſſen niederlegte, und das ſchwache Lächeln, das über ſeine Miene zuckte, als Edmund zu ihren Füßen niederkniete, ihre Hand in die ſeinige nahm unnd in ihr blaſſes, ſchönes Geſicht blickte, als hinge ſein Leben von ihrem Lächeln ab, das Alles gab Ginevra die Sicherheit nicht zurück deren ihr klopfendes Herz ſo ſehr bedurfte. Sie hatte jetzt verſprochen, und ſie durfte nicht durch ihre bangen Beſorgniſſe einen Schatten auf den Abend
ihres Hochzeittages werfen, wodurch ſie die Wonne


