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einige der Roſen aufband, die in Guirlanden von einer Cypreſſe zur andern hingen, und freundlich dem kleinen Bauernmädchen zulächelte, das die Roſenblätter, welche ihr auf den Kopf gefallen, in ihrem Schooße ſammelte. Es war ein hübſches Gemälde, und Edmund Neville beobachtete es einige Minuten, dann aber fuhr er über⸗ raſcht zuſammen, als eine holde und zugleich kräftige Stimme— eine italieniſche Stimme— auf Engliſch, nur mit einem fremden Accent, welcher den Worten eine hübſche Deutlichkeit gab, den Vers aus Cymbe⸗ line ſang: Die Lerche ſingt am Himmelsthor, Und Phöbus iſt erwacht, Die Ringelblume blinkt hervor In ihrer goldnen Pracht.
Dieſe Worte paßten zu einer italieniſchen Melodie und der Effect war ſo ganz eigenthümlich, daß Edmund zu träumen meinte; von dieſem Tage an begann auch der nie hätte geſtört werden ſollen. Er kam von Neuem in das Geſicht zu ſchauen, das ihn bezaubert, die Stimme zu hören, die ihn entzückt hatte. Er ver⸗ weilte in dem Atelier, er beſuchte die Capelle, er be⸗ ſah die Ruinen, er verbrachte Stunden und Tage bei Leonardo, der neu aufzuleben ſchien in dieſem Verkehr mit einem Manne, deſſen Benehmen und Sprache ihn an die einzige glückliche Periode ſeines verwelkten Lebens erinnerte. Er erzählte ihm die Geſchichte von Oberſt Leslie's zweiter Che und das Geheimniß von Ginevra's halb engliſcher Geburt. Er klammerte ſich an ſeine Geſellſchaft mit einer krankhaften Vorliebe,
und als er die Zeichen aufdämmernder Leidenſchaft in
ſeinen durchbohrenden Augen und das ungeſtüme Wir⸗ ken dieſer Leideuſchaft, nachdem ſie einmal erweckt worden, ſah, da war ihm, als hätte man eine Centner⸗ laſt von ſeiner Bruſt weggenommen. Er ſah, daß der
ein ſeliger Traum, welchem man ſich nie hingeben oder
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